Jingle bells, jingle bells….

26 08 2017

Ach nein, richtig muss es heißen: Jungle Trek, Jungle Trek… in Bukit Lawang…. Unser erstes Abenteuer in Indonesien führt uns in den Norden von Sumatra, genauer gesagt nach Bukit Lawang am Rande des Gunung Leuser Nationalpark.

Nach einer kurzen Nacht geht es morgens im Flieger von Singapur nach Medan. Am Flughafen erwartet uns ein Fahrer, den wir über das Guesthouse in Bukit Lawang organisiert haben. In Medan wollen wir uns nicht länger aufhalten, da dieses nicht unbedingt die schönste Stadt in Indonesien sein soll. Dies bestätigt sich als wir durch das Verkehrschaos der Stadt in Richtung Bukit fahren. Schon am Flughafen wird uns klar, dass wir nun wieder in einer anderen Welt angekommen sind. Kein Vergleich zum aufgeräumten und modernen Singapur, hier erwartet uns wieder das typisch asiatische Leben. Kurz vor unserer Reise wurden wir gefragt, wie wir denn eigentlich in Indonesien reisen und ob man sich denn dort einen Mietwagen leiht. Äh nein. Wir setzen auf den Komfort eines privaten Airport Pickups, um die Anreise ins vier bis fünf Stunden entfernte  (ca. 100 km) Bukit Lawang etwas bequemer zu gestalten. Alleine durch das Verkehrschaos von Medan brauchen wir schon gefühlt zwei Stunden. Verkehrsregeln scheint es keine zu geben. Wer von hinten kommt und vorbei will, hupt eben. Warum nur mit zwei Autos nebeneinander auf einer zweispurigen Straße fahren, wenn auch gut drei bis vier Autos Platz haben? Zumindest an roten Ampeln wird gehalten, aber auch hier wird jeder Zentimeter ausgenutzt, um an die Pole Position zu kommen und als erster wieder losfahren zu können. Daneben dutzende von Mopeds, die sich von allen Seiten dazwischen drängeln, gerne auch mal mit bis zu fünf Personen besetzt, eben die Familienkutsche. Nachdem wir es ohne Rempler aus Medan heraus geschafft haben, wird es allerdings nicht besser. Die Straßen werden schmaler und schlechter, zum Teil fehlt die Straße auch ganz und der Weg besteht lediglich aus Schotter und Schlaglöchern. Nach einem kurzen Mittags- Stopp geht es weiter, das Landschaftsbild ändert sich, an der Straße erstrecken sich nun nicht Enden wollende Palmölplantagen, die bis an unseren Zielort heranreichen. Das “Riverside Guesthouse” am Ende der “Guesthouse-Meile” erreichen wir nach nochmal 15 Minuten Fußmarsch. Hier werden wir herzlich mit einem erfrischenden Drink von Fadill, dem Besitzer, in Empfang genommen. Den restlichen Nachmittag nutzen wir noch für ein kurzes Bad im Fluss und einen Sparziergang durch das Dorf. Abends genießen wir unser erstes indonesisches Curry (sehr sehr lecker) und kommen rechtzeitig vor dem tropischen Regenschauer wieder in unserem Guesthouse an.

Aussicht von der Dachterrasse

Aussicht aus der Hängematte

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Bukit Lawang

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Am nächsten Morgen startet unser zweitägiger “Dschungel- Trek”. Mit Guide Chip-Chip, einem belgischen Pärchen und dem zweiten Guide Ariel geht es in den Regenwald. Zu unserem Erstaunen ist dieser nicht flach und eben, sondern es geht den ersten Berg hoch und wieder runter und den Zweiten hoch und wieder runter…. Beschäftigen wir uns an dieser Stelle mal eben mit dem Begriff Regenwald: Ein Wald, in dem man auf Grund der Temperatur trotz Schatten so sehr ins Schwitzen kommt, dass es quasi von einem herab regnet. So oder so ähnlich. So viel wie an diesem Tag haben wir jedenfalls noch nicht geschwitzt. Zur Belohnung für die Mühen gab es schon kurz nach unserem Aufbruch die sehnlichst erwarteten Orang- Utans zu sehen.

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Der restliche Tag verlief dann wie oben beschrieben (Berg rauf, Berg runter) und zum Schluss haben wir noch ganz kurz drei Hornbills gesehen – für Bilder bitte googlen, es war wirklich sehr kurz. Unsere Guides legten etliche Pausen ein und versorgten uns sehr gut mit Obst und Reisgerichten, also verhungern wäre schwer gefallen.

Gast zum…

… Picknick Nr. 1

Picknick Nr. 2

Dschungelkönig II/2017

Am Nachmittag gegen Vier erreichten wir das Camp für die Nacht am Fluss. Hier hatte unser Koch (!) schon alles für die Ankunft der Gäste vorbereitet. Wir mussten nur noch unsere Schlafsäcke ausrollen und uns häuslich einrichten unter den Planen gegen den zu erwartenden Regen. Bis zum Essen war noch Zeit sich im Fluss abzukühlen bzw. den Schweiß und Matsch des Tages abzuspülen und für Tea and cookies oder auch die Dschungel- Toilette in Augenschein zu nehmen – immerhin war das Loch im Urwaldboden aus Porzellan. Zum Abendessen gab es dann eine Auswahl leckerer indonesischer Gerichte von nicht so scharf bis scharf – für europäische Geschmäcker. Inzwischen war es dunkel geworden und pünktlich hatte es wieder angefangen zu regnen. Für das Abendprogramm hatte Chip-Chip sich ein paar Kartenspiel (-tricks) überlegt, die bei uns vieren auf reges Interesse stießen. Früh ging es ins Bett, denn im Dschungel enden die Tage nicht nur mit dem Einsetzen der Dunkelheit, sondern sie beginnen auch, sobald es hell ist.

Geschafft!!!

Schlafzelt

Matratzenlager

Außenterrasse

Indonesisches Candlelight Dinner

Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück noch zu einem kleinen Wasserfall für die morgendliche Dusche und im Fluss konnten wir ein weiteres Mal versuchen gegen die Strömung anzuschwimmen. Unser Koch hatte nun alles soweit aufgeräumt und abgewaschen (im Fluss), dass unser Gepäck wasserfest verpackt werden und die eigenwillige Floßkonstruktion aus Gummischläuchen zu Wasser gelassen werden konnte. Chip-Chip wurde Kapitän und der Koch zum ersten Offizier ernannt und nachdem wir in den mittleren Ringen Platz genommen hatten, ging es den Fluss mit einigen Stromschnellen hinunter, so dass man spätestens jetzt mit dem erfrischenden Nass in Berührung kam. Bukit Lawang war nach einer guten halben Stunden erreicht und unser Dschungel- Trek endete direkt am “Riverside Guesthouse” zurück in der Zivilisation.

Dschungeldusche

DAS Floß

und ab geht`s

Den restlichen Nachmittag nutzten wir für einen Abschiedsspaziergang durch Bukit und zum Packen, schließlich geht es morgen in der Früh die vier Stunden zurück nach Medan Airport und von da aus nach Banda Aceh zum nächsten Abenteuer.



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