Berastagi und der Gunung Sibayak

3 09 2017

Nach den recht faulen Tagen auf Pulau Weh stand jetzt wieder Aktivität auf dem Programm. Mit dem Flieger ging es direkt von Sabang nach Medan, so dass wir uns die Fährüberfahrt nach Banda Aceh sparen konnten. Um dem Gewusel von Medan schnellstmöglich zu entkommen, haben wir uns wieder den Luxus eines privaten Abholservices gegönnt, und so schraubte sich unser Kombi wenig später nach der Landung schon die Berge in Richtung Berastagi hoch.  Mit der Zunahme an Höhenmetern, die wir mit jeder Serpentine schafften, nahmen aber auch die Temperaturen und vor allem die Sonnenstrahlen ab. Unser Zielort Berastagi liegt nämlich auf 1.330 m Höhe und stellt eine angenehme Abkühlung nach den tropischen Temperaturen dar. Das fanden anscheinend auch viele Einheimische, die den Feiertag und das anstehende Wochenende für einen Ausflug in das beliebte Umland von Medan nutzten. Trotz des vielen Verkehrs kamen wir tatsächlich nach ca. 3,5 Std, inklusive einer Pause für einen kopi am Ziel an. Auch Berastagi wird wohl keinen Preis in der Kategorie “die schönste Stadt auf Sumatra” gewinnen. Der Ort zieht sich einige Kilometer an der Haupt- bzw. Durchfahrtsstraße entlang und abgesehen von dem War Memorial und einem riesigen Kohlkopf-Denkmal weckte nur das alltägliche Verkehrschaos unser Interesse.

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Aber wegen der Stadt sind wir auch nicht hier her gekommen, sondern wegen der zwei Vulkane, die sich in unmittelbarer Umgebung befinden: der Gunung Sibayak und der Gunung Sibanung (Anmerk.: der Gungung Sibanung zeigte kurz vor unsere Abreise verstärkte Aktivität und hat noch Anfang August kilometerhoch Asche gespuckt; unsere Reise wurde davon aber nicht beeinträchtigt). Leider zeigte sich das Wetter bei Ankunft nicht von seiner besten Seite, und Gewitter und Regen verhinderten, dass wir noch ein Blick auf die Vulkane erhaschen konnten.

Am nächsten Morgen meinte der Wettergott es aber wieder gut mit uns und wir brachen zu unserem Aufstieg zum Kraterrand des Gunung Sibayak auf (der Gunung Sibanung ist zur Zeit nicht zugänglich). Bewaffnet mit der Karte und den Auskünften aus unserem Homestay, fuhren wir mit dem  grünen Angkot (mit der Aufschrift “Kama”) bis zum Minibuspark-und wendeplatz am Fuße des Sibayak. Ob wir nicht evtl. doch zu früh ausgestiegen sind und eigentlich noch einen Parkplatz weiter hinauf hätten fahren können, wissen wir leider bis heute nicht. Auf jeden Fall resultierte dieses in einer ca. 2 stündigen Wanderung bis zum Krater – die Zeit passte also zu den Angaben aus unserem Homestay, aber unterwegs wurden wir dennoch neben zahlreichen Mopeds auch von einem “Kama” – Minibus überholt. Aber da der Weg, abgesehen von einigen Steigungen, relativ einfach zu laufen war, genossen wir einfach die Natur.

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Nach ca. 1 Std. passierten wir  den Posten, an dem der Eintritt bezahlt wurde. Ab dort wurde der Weg steil und holprig. Nach einer ca. weiteren halben Stunde kamen wir dann zu einer Art “Basislager” mit einigen Foodstalls und auch Campingmöglichkeiten. Von dort aus waren es noch einmal eine halbe Stunde Aufstieg bis zum Krater, nun schon mit einigem Gekraxel verbunden. Obwohl wir gar nicht zu spät aufgebrochen waren, kamen uns aber schon zahlreiche einheimische Jugendliche entgegen. Als wir auch endlich oben waren, wussten wir auch wieso – Camping am Kraterrand scheint ein beliebter Wochenendtrip bei den Indonesiern zu sein.

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Der Anblick war schon sehr beeindruckend. An einigen Stellen rauchte es, die Steine sind gelb gefärbt und überall hing Schwefelgeruch in der Luft. Man kann tatsächlich bis auf den Kraterboden wandern und dort Grußbotschaften aus Steinen hinterlassen.

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Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn die Aussicht nach Berastagi bzw. die umliegenden Dörfer war dann schließlich besser als erwartet. Von oben konnten wir auch schon die Thermalquellen im Tal ausmachen, die ebenfalls zu einem Besuch einladen.

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Uns zog es dann aber wieder direkt zurück nach Berastagi und wir beendeten unseren Ausflug mit einem kurzen Besuch auf dem “Touristenmarkt”, wo neben zahlreichen Souvenirs und Kleidung auch Obst zu kaufen ist.

Am nächsten Tag haben wir Berastagi schon wieder verlassen und teilten uns mit einem französischem “best ager” Pärchen den Shuttle nach Parapat, Ausgangspunkt für einen Besuch des Tobasees. Unterwegs hielten wir noch am Sipiso-piso-Wasserfall, der eine Fallhöhe von 120 m hat und dessen Wasser in den Toba See fließt. Über unzählige Stufen ist der Fuß des Wasserfalls erreichbar. Bis nach ganz unten haben wir es nicht geschafft, zum einen kamen wir aufgrund der nicht endenden Treppen bereits beim Abstieg ins Schwitzen, zum anderen wurden wir immer wieder mit Begeisterung von den Indonesiern zu einem Fotoshoot mit ihnen gebeten. Zwischendurch konnten wir auch von hier schon den tollen Ausblick auf den Tobasee genießen.

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Ein weiterer Zwischenstopp war dann noch ein nicht weiter erwähnenswerter ehemaliger Königspalast (immerhin hat er es aber auch in den Lonely Planet geschafft).

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Gegen Mittag kamen wir auch schon in Parapat an, schafften es gerade noch auf die bereits ablegende Fähre nach Tuktuk auf der Insel Samosir im Toba See und verfielen für den Rest des Tages wieder in den Entspannungsmodus.



Tauchen Pulau Weh

1 09 2017

Weiter geht es also nach Pulau Weh, eine Vulkaninsel ganz im Westen von Sumatra in der Andamensee im Indischen Ozean, welche uns vor allem mit ihren Unterwasserparadies angelockt hat. Zwischenstopp ist Banda Aceh, wo unser Flug endet, und weil wir es nicht am gleichen Tag auf das Fährboot nach Pulau Weh schaffen, bleiben wir eine Nacht hier. Die Stadt wurde durch den Tsunami 2004 stark zerstört und insbesondere das Tsunamimuseum erinnert an die Tragödie. Leider bleibt uns dafür diesmal keine Zeit und wir erkunden lediglich die  Nachbarschaft ums Hotel mit ihren zahlreichen Foodstalls und Minimärkten.  Wir machen noch einen Abstecher zur Moschee Mesjid Raya Baiturrahman, nachdem wir ihr weithin sichtbares Minarett schon aus dem Hotelfenster gesehen haben. Passenderweise ist es Freitag Abend, also Hochbetrieb in der Moschee.

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Am nächsten Morgen geht es dann um kurz nach acht mit dem Taxi zum etwas außerhalb gelegenen Fährhafen. Der regelmäßige Leser merkt vielleicht langsam, wenn man in Indonesien weiterreisen will, muss man früh aufstehen. Auf der Fähre scheinen wir das Interesse einiger Indonesier geweckt zu haben – man möchte sich gerne mit uns fotografieren lassen. Dieses soll uns noch etliche Male in Sumatra passieren, was uns zeigt, dass der Massentourismus hier erfreulicherweise noch nicht angekommen ist, wir also anscheinend noch off the beaten track unterwegs sind.

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Vom Hafen auf Pulau Weh bis zum Dive Center in Gapang kommen wir dann auch das erste Mal in den Genuss des typischen indonesischen Transportmittels, dem Becak (Rikscha).

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Die nächsten Tage wollen wir zum Entspannen und Tauchen nutzen.

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Der Tagesablauf  ähnelt sich sehr und kann am besten wie folgt zusammengefasst werden: Frühstück, 1. Tauchgang, Snack, Hängematte, 2. Tauchgang, Hängematte, Dinner, Hängematte. Leider muss Thomas den ersten Tagen noch aussetzen, denn er hat sich erkältet. So geht Steffi alleine tauchen und Thomas hat etwas mehr Zeit zum Erholen. Ab Tag 2 sind wir aber wieder als Buddy-Team unterwegs.

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Den Tag vor unserer Abreise nutzen wir noch für eine Scooter- Tour über die Insel von Kilometer 0, dem fast nördlichsten Punkt Indonesiens bis nach Sabang`s Timur Tiga Beach.

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An Hari Raya Idul Adha, einem muslimischen Feiertag an dem alles in Gapang für zwei Tage schließt, reisen wir wieder ab. Diesmal mit dem Flieger direkt von Sabang`s International Airport “Maimun Sahleh”nach Medan. Gebucht haben wir zwar ganz normal Economy, aber mit nur 10 weiteren Fluggästen in der ATR 72-600 kommt einem das sonst leere Flugzeug fast wie ein Privatjet vor.



Jingle bells, jingle bells….

26 08 2017

Ach nein, richtig muss es heißen: Jungle Trek, Jungle Trek… in Bukit Lawang…. Unser erstes Abenteuer in Indonesien führt uns in den Norden von Sumatra, genauer gesagt nach Bukit Lawang am Rande des Gunung Leuser Nationalpark.

Nach einer kurzen Nacht geht es morgens im Flieger von Singapur nach Medan. Am Flughafen erwartet uns ein Fahrer, den wir über das Guesthouse in Bukit Lawang organisiert haben. In Medan wollen wir uns nicht länger aufhalten, da dieses nicht unbedingt die schönste Stadt in Indonesien sein soll. Dies bestätigt sich als wir durch das Verkehrschaos der Stadt in Richtung Bukit fahren. Schon am Flughafen wird uns klar, dass wir nun wieder in einer anderen Welt angekommen sind. Kein Vergleich zum aufgeräumten und modernen Singapur, hier erwartet uns wieder das typisch asiatische Leben. Kurz vor unserer Reise wurden wir gefragt, wie wir denn eigentlich in Indonesien reisen und ob man sich denn dort einen Mietwagen leiht. Äh nein. Wir setzen auf den Komfort eines privaten Airport Pickups, um die Anreise ins vier bis fünf Stunden entfernte  (ca. 100 km) Bukit Lawang etwas bequemer zu gestalten. Alleine durch das Verkehrschaos von Medan brauchen wir schon gefühlt zwei Stunden. Verkehrsregeln scheint es keine zu geben. Wer von hinten kommt und vorbei will, hupt eben. Warum nur mit zwei Autos nebeneinander auf einer zweispurigen Straße fahren, wenn auch gut drei bis vier Autos Platz haben? Zumindest an roten Ampeln wird gehalten, aber auch hier wird jeder Zentimeter ausgenutzt, um an die Pole Position zu kommen und als erster wieder losfahren zu können. Daneben dutzende von Mopeds, die sich von allen Seiten dazwischen drängeln, gerne auch mal mit bis zu fünf Personen besetzt, eben die Familienkutsche. Nachdem wir es ohne Rempler aus Medan heraus geschafft haben, wird es allerdings nicht besser. Die Straßen werden schmaler und schlechter, zum Teil fehlt die Straße auch ganz und der Weg besteht lediglich aus Schotter und Schlaglöchern. Nach einem kurzen Mittags- Stopp geht es weiter, das Landschaftsbild ändert sich, an der Straße erstrecken sich nun nicht Enden wollende Palmölplantagen, die bis an unseren Zielort heranreichen. Das “Riverside Guesthouse” am Ende der “Guesthouse-Meile” erreichen wir nach nochmal 15 Minuten Fußmarsch. Hier werden wir herzlich mit einem erfrischenden Drink von Fadill, dem Besitzer, in Empfang genommen. Den restlichen Nachmittag nutzen wir noch für ein kurzes Bad im Fluss und einen Sparziergang durch das Dorf. Abends genießen wir unser erstes indonesisches Curry (sehr sehr lecker) und kommen rechtzeitig vor dem tropischen Regenschauer wieder in unserem Guesthouse an.

Aussicht von der Dachterrasse

Aussicht aus der Hängematte

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Bukit Lawang

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Am nächsten Morgen startet unser zweitägiger “Dschungel- Trek”. Mit Guide Chip-Chip, einem belgischen Pärchen und dem zweiten Guide Ariel geht es in den Regenwald. Zu unserem Erstaunen ist dieser nicht flach und eben, sondern es geht den ersten Berg hoch und wieder runter und den Zweiten hoch und wieder runter…. Beschäftigen wir uns an dieser Stelle mal eben mit dem Begriff Regenwald: Ein Wald, in dem man auf Grund der Temperatur trotz Schatten so sehr ins Schwitzen kommt, dass es quasi von einem herab regnet. So oder so ähnlich. So viel wie an diesem Tag haben wir jedenfalls noch nicht geschwitzt. Zur Belohnung für die Mühen gab es schon kurz nach unserem Aufbruch die sehnlichst erwarteten Orang- Utans zu sehen.

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Der restliche Tag verlief dann wie oben beschrieben (Berg rauf, Berg runter) und zum Schluss haben wir noch ganz kurz drei Hornbills gesehen – für Bilder bitte googlen, es war wirklich sehr kurz. Unsere Guides legten etliche Pausen ein und versorgten uns sehr gut mit Obst und Reisgerichten, also verhungern wäre schwer gefallen.

Gast zum…

… Picknick Nr. 1

Picknick Nr. 2

Dschungelkönig II/2017

Am Nachmittag gegen Vier erreichten wir das Camp für die Nacht am Fluss. Hier hatte unser Koch (!) schon alles für die Ankunft der Gäste vorbereitet. Wir mussten nur noch unsere Schlafsäcke ausrollen und uns häuslich einrichten unter den Planen gegen den zu erwartenden Regen. Bis zum Essen war noch Zeit sich im Fluss abzukühlen bzw. den Schweiß und Matsch des Tages abzuspülen und für Tea and cookies oder auch die Dschungel- Toilette in Augenschein zu nehmen – immerhin war das Loch im Urwaldboden aus Porzellan. Zum Abendessen gab es dann eine Auswahl leckerer indonesischer Gerichte von nicht so scharf bis scharf – für europäische Geschmäcker. Inzwischen war es dunkel geworden und pünktlich hatte es wieder angefangen zu regnen. Für das Abendprogramm hatte Chip-Chip sich ein paar Kartenspiel (-tricks) überlegt, die bei uns vieren auf reges Interesse stießen. Früh ging es ins Bett, denn im Dschungel enden die Tage nicht nur mit dem Einsetzen der Dunkelheit, sondern sie beginnen auch, sobald es hell ist.

Geschafft!!!

Schlafzelt

Matratzenlager

Außenterrasse

Indonesisches Candlelight Dinner

Am zweiten Tag ging es nach dem Frühstück noch zu einem kleinen Wasserfall für die morgendliche Dusche und im Fluss konnten wir ein weiteres Mal versuchen gegen die Strömung anzuschwimmen. Unser Koch hatte nun alles soweit aufgeräumt und abgewaschen (im Fluss), dass unser Gepäck wasserfest verpackt werden und die eigenwillige Floßkonstruktion aus Gummischläuchen zu Wasser gelassen werden konnte. Chip-Chip wurde Kapitän und der Koch zum ersten Offizier ernannt und nachdem wir in den mittleren Ringen Platz genommen hatten, ging es den Fluss mit einigen Stromschnellen hinunter, so dass man spätestens jetzt mit dem erfrischenden Nass in Berührung kam. Bukit Lawang war nach einer guten halben Stunden erreicht und unser Dschungel- Trek endete direkt am “Riverside Guesthouse” zurück in der Zivilisation.

Dschungeldusche

DAS Floß

und ab geht`s

Den restlichen Nachmittag nutzten wir für einen Abschiedsspaziergang durch Bukit und zum Packen, schließlich geht es morgen in der Früh die vier Stunden zurück nach Medan Airport und von da aus nach Banda Aceh zum nächsten Abenteuer.



Citybreak Singapur

22 08 2017

Auch wenn es nicht ganz einfach ist, in Singapur das passende Bett für die Nacht zu finden, ist es doch eine gute Idee gewesen, uns für drei Nächte hier einzuquartieren und die ersten beiden Tage unseres Trips hier zu verbringen. Beim Durchsuchen der einschlägigen Buchungsportale findet man schnell unzählige Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preiskategorien.  Man stellt aber auch schnell fest, dass diese gut gebucht sind, alternativ für den zu zahlenden Preis nicht viel zu bieten haben oder schlicht nicht in unser Budget passen (wollen). Zusätzlich muss man sich bei dieser groooßen Stadt dann auch noch überlegen, wo man hin will. Bleibt man irgendwo zwischen Flughafen und Stadtzentrum (es ist ja nur ein “Stopover”), sucht man sich etwas in der Shopping- Meile Orchard Road, geht man nach Little India oder China Town, steigt man als Liebhaber moderner Architektur  im Marina Bay Sands ab oder bleibt einem nur Down Town. Hier sind auch wir fündig geworden und nach wenigen Abstrichen an unserer persönlichen Luxus- Liste ist  es ein Family- Room (so hatten unsere Rucksäcke auch Platz im Zimmer) mit shared bathroom (sauber), Fenster (gibt`s auch nicht immer) und Klimaanlage (wichtig) im Hostel Beds & Dreams Inn@Clarke Quay geworden. Die Lage war für unsere Bedürfnisse super. Von der Hong Kong Street aus betrachtet ist Singapur dann doch nicht mehr so groß, wie es uns zuvor beim Blick auf den Stadtplan vorkam. Alle für uns wichtig erscheinenden Ziele erreichten wir in den zwei Tagen zu Fuß, was ca. 43.000 Schritte waren und das bei mehr als schwülen 30°C, was bedeutet: viele Pausen machen, ausreichend trinken und ab und an mal in eine klimatisierte Shopping Mall laufen zum cool down. Gibt es im übrigen etliche davon.

Nachdem wir noch am Ankunftsabend das Kneipen- und Restaurantviertel “Clarke Quay” (Luftlinie 500 m vom Hostel) erkundet haben, ging es am folgenden Tag zunächst vorbei an den britischen Kolonialbauten Old Parliament House, National Gallery und St. Andrews Cathedral zu den “Gardens by the bay”, Singapurs botanischem Garten des 21. Jahrhunderts. Hier haben wir das Regenwald- und Gewächshaus links liegen gelassen und uns auf die Parkanlage konzentriert mit den sogenannten Superbäumen: Stahlkonstruktionen, die Regenwasser auffangen, zweimal abendlich während einer Lichtershow beleuchtet werden und zwischen denen eine Hängebrücke gespannt ist, auf die wir natürlich rauf sind, um das ganze auch mal von oben zu sehen.

Abends sind wir dann nochmal wieder gekommen, um uns die Lichtershow anzuschauen… Touristenmagnet. Insgesamt kommt Singapur erst abends zum Leben, jedenfalls waren zum Vergleich mit Mittags wesentlich mehr Menschen auf den Straßen unterwegs.

Ist wohl den klimatischen Bedingungen geschuldet. Das Klima ist auch mehr oder weniger das Einzige, dass uns zeigt, dass wir jetzt in Asien sind. Denn ansonsten hat Singapur mehr mit einer  Metropole in Australien oder Europa gemeinsam als mit seinen asiatischen Nachbarn. Es ist sehr sauber und überhaupt nicht chaotisch. Keine Straßenverkäufer aber wenigstens noch kleine Restaurants, in denen man sich auf Plastikstühlen herumdrücken und sein günstiges Mittagsmenü von Plastiktellern essen kann: lecker.

 

Tag Zwei begann mit der Durchquerung des “alten” Stadtparks, dem ganz sehenswerten Fort Canning Park. Es wird ein bißchen zur Geschichte dieses Hügels vermittelt und es gibt einen ganz umfangreichen Kräutergarten.

In der Orchard Road haben wir uns auf die Suche nach einem Outdoor- Spezialisten gemacht, da wir am Vorabend festgestellt haben, dass wir unsere Schlafsack-Inlets zu Hause gelassen haben – Anfängerfehler Zwinkerndes Smiley. In einer Nebenstraße werden wir tatsächlich fündig und so können wir endlich mal am Tax Refund partizipieren. Nun ist es auch gar nicht mehr weit bis zum Stadtviertel Little India, obwohl es auf dem Weg dorthin erst sehr chinesisch wird (Chinatown ist doch am anderen Ende von Down Town?). Schon spannend wie sich die Gesichter innerhalb einer Stadt unterscheiden können, man bekommt fast den Eindruck, dass man sich in irgend einer Stadt in Indien befindet. Es ist gleich viel wuseliger, Gedränge auf den zugestellten Gehwegen, Menschen auf Lastwagen. Im Gegenteil zu Singapur Down Town ist es schmutziger und es liegt mehr Müll rum. Wobei es in Indien vermutlich selbst natürlich noch ganz anders zu geht.

So, uns reicht es für heute wir machen uns auf den Rückweg zum Hostel, schließlich wollen wir am Abend noch einen wichtigen Punkt auf unserer Bucket Liste erledigen, Cocktails trinken – nach welchen wohl?



Travelling the world 2017: Von Sumatra nach Bali

19 08 2017

Lange war es ruhig hier auf diesem Blog. Seit nun mehr als 2,5 Jahren sind wir wieder von unserer Weltreise zurück, da wird es doch mal wieder Zeit für ein Abenteuer und bloggen der neusten Eindrücke von unterwegs! Aber was ist seit dem passiert? Wir haben uns nach unserer Rückkehr gegen die Kleinstadt entschieden und haben eine tolle Wohnung im schönen Hamburg gefunden. Der Arbeitsalltag hat uns bei unseren alten Jobs auch schneller wieder eingeholt als uns lieb war und zwischendurch wurde dann auch das aufgeschobene Berufsexamen mit Erfolg absolviert.  So ganz ohne Reisen ging es aber seitdem auch nicht und so standen in den letzten beiden Jahren Westaustralien, die Niederländischen Antillen,  Italien und London auf der Liste. Dieses Jahr haben wir aber dank vieler, vieler Überstunden  und großzügiger Arbeitgeber die Möglichkeit, sechs Wochen lang durch Indonesien zu reisen. Starten werden wir mit einigen Tagen in Singapur, bevor es weiter in den Norden von Sumatra geht. Hier werden wir im Dschungel nach Orang Utans suchen, in der  Andamanensee die Unterwasserwelt genießen, uns nicht von derzeit aktiven Vulkanen abschrecken lassen und am größten Kratersee der Welt ein paar entspannte Tage verbringen. Danach geht es weiter nach Java und dann irgendwie weiter nach Bali. Wir halten euch auf dem Laufenden.

Safe travels,

Steffi und Thomas



Rio de Janeiro

17 11 2014

CIMG1061Eingeklemmt zwischen Meer, Bergen und Granitfelsen liegt sie da, wer den Grundstein zu dieser Stadt gelegt hat, hat wohl nicht damit gerechnet, dass sich in diesem schwierigen Gelände Mal eine Millionen- Metropole ausdehnt. Aber dieses Setting ist weltberühmt und wohl jeder kennt die Bilder und das nicht erst seit der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr. Ein wenig komisch war es, dass eigentlich so gar nichts in der Stadt an dieses sportliche Großereignis erinnerte. Aber so waren die Zimmerpreise wenigstens wieder auf normalen Niveau, und an den touristischen Highlights war es trotzdem voll.

Logischerweise sind auch wir zu den “Must- do’s” gelaufen, sind aber zwischendurch Straßen langgelaufen, wo uns keine Touristen entgegenkamen. So haben wir in vier Tagen nicht nur den Zuckerhut, die Christus- Statue auf dem Corcovado oder die legendären Strände Copacabana und Ipanema gesehen, sondern hatten auch noch für andere Dinge Zeit. Das Wetter meinte es leider nicht ganz so gut mit uns, so war es regnerisch und recht kühl. Das erwartet man nicht unbedingt, macht aber das durch die Stadt laufen auch angenehmer!

Unser erster Spaziergang führte uns vom Stadtzentrum/ Lapa über die Escadaria Selarón, gestaltet von einem chilenischen Künstler in jahrelanger Arbeit mit Fliesen aus aller Welt. Mal schauen ob wir bekannte Fliesenmuster finden!

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Oben angekommen waren wir dann in Santa Teresa. Die Straßen sind kopfsteingepflastert und irgendwann wird auch die Straßenbahn “ Bondinho” wieder den Berg hoch und runter rattern, wenn denn die Sanierung endlich abgeschlossen ist. So waren wir “gezwungen” das hügelige Viertel zu Fuß zu erkunden. Es soll eine der atmosphärischsten Nachbarschaften Rios sein. Sprich etliche alte Villen, aber nichts für spannende Fotos. Zurück am Fuß des Hügels ging es mit einem Rundgang durch das Zentrum weiter. Das sollte nun nicht das schönste oder historischste sein von Südamerika, war es auch nicht aber ein paar beeindruckende Gebäude waren dann doch zwischen den vielen Beton- und Glassilos stehen geblieben.

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Mit dem Stadtbus ließen wir uns zum Pao de Acucar bringen, dem Zuckerhut. Das hochkommen war gar nicht so schwierig, schließlich gibt es eine Seilbahn. Hier war es verdammt windig und kalt (Man beachte die Kleidung), aber der Ausblick über die Stadt und die Strände war echt einmalig.

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Dann verschlug es uns nach Ipanema. Da es definitiv nicht das richtige Wetter war, sich an den berühmten Strand zu legen, liefen wir durch den gleichnamigen Stadtteil, der eingefasst ist vom schönen Strand im Süden und der Lagoa Rodrigo de Freitas im Norden, die ein wenig mit dem umgebenen Häusermeer an die Hamburger Alster erinnert. Den Tag beendeten wir mit einem Cocktail an der Copacabana. Den hatten wir uns auch redlich verdient nach so viel Lauferei.

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Den letzten Tag bestritten wir dann zu dritt. Uns angeschlossen hatte sich Behrad, den wir im Hostel kennengelernt haben. Das Ziel war der 710m hohe Corcovado. Auch den muss man nicht hochlaufen und wir entschieden uns für die Variante mit Kleinbus, der uns direkt am Eingang zur Christusstatue absetzte. Somit sind wir den am Sonntag üblichen langen Schlangen an der Zahnradbahn entgangen. Am Gipfel und zu Füßen der Christusstatue angekommen war das Wetter dann so, wie es sein muss an solch einem Ort. Die Wolken um den Corcovado hatten sich verzogen, die Sonne stach vom Himmel und wir hatten zusammen mit tausend anderen Menschen eine grandiose Aussicht über Rio de Janeiro, die Bucht Guanabara, die Strände und dem Atlantischen Ozean. Das Warten bis zum letzten Tag auf gute Sicht hatte sich gelohnt.

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Da heute nun also die Sonne schien und Behrad noch nicht an den Stränden war, war der nächste Punkt also “Auf zur Copacabana”. Schon als wir dort aus der U-Bahn Station kamen, fielen uns etwas “seltsam” bzw. wenig bekleidete Menschen auf, deren Anzahl auf dem Weg zum Strand stetig zu nahm, so wie auch die Anzahl der Straßenverkäufer, die praktisch zusammen gebundene Barcadi- und Lemonadeflaschen als Take- away verkauften. Ja, es war schon ein besonderes Highlight mit einem Iraner in eine Schwulen- und Lesbenparade zu geraten. Aber unser Ziel war ein vorderes Plätzchen am Strand mit Meerblick und so war der Abstand zu den wummernden Beats der Parade groß genug, um noch ein Weilchen in der Sonne zu liegen.

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Hier spricht man unsere Sprache

13 11 2014

2014-11-12 13.28.03 (1024x768)Etwas verunsichert kamen wir nach Blumenau. Zuvor hatten uns drei Polen erzählt, dass sie es in Blumenau nicht so spannend fanden und ein Besuch sich nicht lohnt, aber da hatten wir die Unterkunft schon gebucht. Blumenau ist von deutschen Auswanderern gegründet worden und nach München findet hier jedes Jahr das zweitgrößte Oktoberfest statt, das gleichzeitig nach dem Karneval das größte Volksfest in Brasilien ist. Vor Jahren hatten wir davon mal gehört und jetzt, wo wir quasi in der Gegend waren, wollten wir uns das dann mal anschauen, auch wenn gerade kein Oktoberfest ist und der Weihnachtsmarkt(!) erst einen Tag nach unserer Abfahrt aufmachte.

Wer die Plattform booking.com kennt, kennt vielleicht bei den Unterkunftsbeschreibungen die Zeile “Hier spricht man Ihre Sprache”. Als wir auf die Taxifahrer am Busbahnhof bei unserer Ankunft zu gingen, wurden wir gleich mit einem “Guten Abend” begrüßt, ohne dass wir beide ein Wort gesprochen hatten. Der Taxifahrer kannte dann zwar den Weg nicht, aber erzählte uns die Fahrt über gleich ein Mal die Geschichte zu Blumenau und Umgebung und den Deutschen – auf deutsch. In der Pousada ging es dann so weiter. Unsere Gastgeberin Brigite wusste zwar nicht mehr jedes Wort, spricht aber immerhin fünf Sprachen und freute sich, wenn sie neuer deutsche Wörter hörte.

Den einen Tag, den wir für Blumenau zur Verfügung hatten, war dann völlig ausreichend. Bei schwülwarmen 30 °C erkundeten wir das historische Zentrum, aßen zu Mittag im Biergarten der Vila Germanica Kassler mit Rotkohl und genossen dazu ein kühles, nach deutschem Reinheitsgebot gebrautes Bier. Hier stößt deutsche Braukultur auf brasilianische Gelassenheit: Der Service war echt sehr langsam und zu Hause schmeckt das Kassler einfach besser, aber das Bier war gut!

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Anhand der Citymap liefen wir dann die Sehenswürdigkeiten des Ortes ab. Darunter Denkmäler an die Vorfahren und Gründer der Stadt, Fachwerkhäuser, die Kathedrale der Stadt, etc. etc.

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Fazit: Wir hatten fernab der Heimat einen spaßigen “deutschen” Tag, und auch wenn gerade kein großes Fest in Blumenau ansteht, kann ein Besuch lohnenswert sein.

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Florianopolis…

12 11 2014
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Blick von unserem Balkon auf die Lagune

… und die Ihla de Santa Catarina waren unser nächstes Ziel in Brasilien und wir hätten locker eine Woche bleiben können, wenn denn unsere Reise nicht dem Ende entgegen gehen würde. Wobei wir ehrlicherweise in Florianopolis nur den Busterminal gesehen haben, denn unser Ziel waren nach den letzten verregneten Tagen die Strände und das Meer, diesmal namentlich genannt der Atlantische Ozean. Und die Sonne schien schon als wir in Floripa die Busse wechselten! Der Ausblick aus dem Stadtbus auf den letzten Kilometern bis zum Hostel in Lagoa, als wir über die Berge der Insel fuhren, war dann auch echt viel versprechend. Es war der beste Ausblick aus einem Stadtbus, an den wir uns erinnern können.Smiley Dass die Ihla de Santa Catarina auch ein Surfer- Paradies ist, merkten wir bereits im Hostel an der relaxten Atmosphäre. Vielleicht etwas zu relaxt, denn eine saubere Küche wäre auch ganz toll gewesen. Blöd war auch, dass der Strom einen ganzen Tag abgestellt war, weil man es nicht geschafft hatte die Stromrechnung zu bezahlen. So etwas passiert natürlich dann, wenn wir unsere Geräte laden müssen und Internet brauchen. Sch… Abhängigkeit!

Die Strände, die wir während unserer kurzen Anwesenheit besucht haben, waren allesamt der Hammer! Die Temperaturen des Atlantiks luden zum baden ein und Dank der netten Sonnenschirmverleiher konnten wir uns im Schatten verkriechen, wenn die Sonne zu stark bruzzelte. Was will man mehr, wenn man einfach nur das Leben am Strand genießt und es noch dazu in einer so schönen Umgebung ist: Meer und Strand sind schön, Berge sind auch schön, aber alles drei zusammen ist der Oberkracher!

Praia da Joaquina:

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Praia da Mole:

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Praia Morro das Pedras:

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Von Florianopolis aus ging es dann zu einem “Tagesausflug mit Übernachtungen” nach Blumenau (Richtig, hört sich deutsch an) und als wir von dort zurück waren, ging es mit dem Flieger “für so günstige 39 € sind wir noch nie geflogen” nach Riooooo…



Kleiner Grenzverkehr

7 11 2014

Besser kann man unseren Tagesausflug nach Brasilien und Paraguay wohl nicht beschreiben. Unsere Ziele am heutigen Tage waren der Itaipu- Staudamm und die brasilianische Seite der Iguazu Wasserfälle. Mit dem Stadtbus ging es von Puerto Iguazu über die Grenze, die argentinischen Grenzer stempelten uns noch aus, während am brasilianischen Grenzposten der Bus einfach durchfuhr. Brasilien schien es wohl egal zu sein, dass wir nun im Land waren. Am städtischen Busbahnhof von Foz do Iguazu wechselten wir dann den Bus, bzw. zuerst und viel wichtiger besorgten wir uns Real am Geldautomaten, den wir nach einiger Zeit des Suchen und Durchfragen endlich fanden. Die nächsten Wochen werden noch ein Mal lustig werden, schließlich sprechen wir kein Portugiesisch und die Brasilianer kaum Englisch oder Spanisch.

Mit einem Bus ging es nun zum Itaipu- Staudamm, gemessen an der Jahresenergieproduktion, dem größten Kraftwerk der Erde. Der Staudamm ist ein Gemeinschaftsprojekt von Brasilien und Paraguay und ging in den Jahren 1984 bis 1991 in Betrieb. Er staut den gleichnamigen Fluss Itaipu auf. 75% des Energiebedarfs von Paraguay und 17% des brasilianischen Energiehungers werden mit dem erzeugten Strom gedeckt (Stand 2013). Da der Staudamm auf der Grenze zwischen den beiden Ländern steht, sind wir bei der Besichtigung auch kurz auf paraguayischen Hoheitsgebiet gewesen.

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Zentraler Teil der Staumauer

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Riesen Wasserrutsche

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Die Fallrohre

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Nach dem Ende der Besichtigung hieß es dann warten auf den öffentlichen Bus, mit dem es zurück ging zum “ZOB”. Dort umsteigen in den nächsten Bus zu den in genau entgegengesetzter Richtung gelegenen Iguazu- Wasserfällen. Der Bus setzte uns dann nach einem Abstecher zum Flughafen von Foz do Iguazu am Haupteingang zum Nationalpark ab. Die Fahrt vom Staudamm hatte nun also knapp 2 Stunden gedauert. Vielleicht wäre ein Taxi zu nehmen schlauer gewesen, denn wir hatten nur noch bis 18 Uhr Zeit, weil dann der letzte Bus vom Nationalpark nach Puerto Iguazu zurück fährt. Puh, so ein Tag mit so vielen Bussen kann ganz schön anstrengend sein! Also schnell Eintrittskarten gekauft und in den nächsten Bus gestiegen, der uns dann die restlichen Kilometer bis zu den Wasserfällen brachte. Während man auf argentinischer Seite schon gut zu Fuß sein sollte, um die Wasserfälle zu sehen, ist die brasilianische Seite für fußfaule Menschen. Es gibt etliche Busse, die in regelmäßigen Abständen die Straße bis zu den Wasserfällen abfahren und von diesem Weg gehen dann kurze Wanderwege zu den Attraktionen des Parks ab. Uns interessierte heute aber nur noch der Gesamtüberblick über diesen riesigen Wasserfall. Man läuft dort eine ganze Zeit parallel zu den Wasserfällen und dem Rio Iguazu und die Aussicht ist durch die Bäume des “Dschungels” meistens eingeschränkt. Erst zum Schluss kommt man dann auf einen Steg auf dem man mitten in die Wasserfälle hinein gelangt und eine tolle Aussicht hat. Hier war es dann auch, dass unser Fotoapparat so viel Wassernebel abbekam, dass er am heutigen Tage seine letzten Aufnahmen machte. Schnief. (Von Beileidsbezeichnungen bitten wir Abstand zu nehmen).

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Zum Schluss kann man noch auf eine Aussichtsplattform laufen (oder den Fahrstuhl nehmen), aber dazu fehlte uns dann schon die Zeit und wir machten uns auf zurück zum Parkeingang. Trotz unser knappen Zeit hat sich der Ausflug auf die brasilianische Seite der Wasserfälle noch ein Mal gelohnt. Gut, da wussten wir nicht, dass unser treuer Reisebegleiter von uns gegangen ist. Man sollte aber eher versuchen am Vormittag herzukommen, weil dann wohl in der Regel die Sicht besser ist, denn ab Mittag ziehen auf Grund der warmen Temperaturen Dunstwolken des verdampfenden Wassers auf und behindern die Aussicht teilweise. Aber unser Favorit ist die argentinische Seite, auf der man locker einen Tag verbringen kann!

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Der Bus nach Puerto Iguazu ließ dann etwas auf sich warten und auch der Stopp für die Einreise nach Argentinien dauerte recht lange, obwohl von Seiten der Busfahrer alles gut vorbereitet wurde. Wenn die Leute dann wenigstens vorher ankündigen würden, dass ihre Einreiseformalitäten etwas Schwierigkeiten machen werden oder sie den Bus evtl. nicht wiederfinden werden, dann könnten wenigstens alle anderen Mitfahrenden so lange zum Duty Free Shopping im Grenzbereich gehen!!! SmileySmileySmiley Am Abend ließen wir den Tag mit dem besten “Bife de Lomo”, welches wir in Argentinien zu Essen bekommen haben, ausklingen.



Das gigantische Tosen

6 11 2014

P1140802 (1024x768)Nach 18 (in Worten: achtzehn!) Stunden Busfahrt sind wir doch relativ entspannt in Puerto Iguazu angekommen, dem Tor zur argentinischen Seite der Iguazu Wasserfälle, den größten Wasserfällen der Welt! Da fließendes Wasser bekanntlich glücklich macht und die Menschen anzieht, ist davon auszugehen, dass es sich um einen wahren Touristenmagneten handelt. Dafür war es im Ort selbst noch verhältnismäßig ruhig, aber im Gegensatz zu B.A. haben wir viele Touristen erspähen können.

Da uns neuerdings das frühe Aufstehen schwer fällt, kamen wir zusammen mit den großen Touristenhorden am frühen Vormittag an den Wasserfällen an. Das Geschiebe und die Warterei auf DEN besten Fotoplatz war zwar schon etwas anstrengend, aber es half ja nichts. Diese Wassermassen, die in 275 einzelnen Wasserfällen über die Kante stürzen sind einfach gigantisch. Lange bevor man überhaupt etwas sieht, kündigt ein unablässiges Dröhnen und Tosen die gewaltigen Wasserfälle an. Auf argentinischer Seite gelangt man über Wege und Stege bis Mitten zwischen die Wasserfälle. Es ist einfach beeindruckend, die Größe und Ausdehnung der Wasserfälle zu sehen, und wenn man abends nach Haus geht, rauscht das Wasser immer noch den Berg hinunter, es hört einfach nicht auf!

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Um richtig dicht an die Wasserfälle zu kommen, haben wir uns eine Bootstour mit einem Speedboot gegönnt. Kurz vor dem Boarding stellten wir dann fest, sch… dabei wird man ja richtig nass, denn die Teilnehmer der Tour vor uns waren sämtlich nicht trocken geblieben. Nun, für ein Zurück war es zu spät, aber es war ja auch warmes Sommerwetter und so stand einer Abkühlung nichts entgegen. Schnell die Turnschuhe gegen die Flipflops und die Shorts gegen die Badehose getauscht (ihr seht, wir waren bestens vorbereitet) und dann ging es mit dem Boot mehrere Male bis in die Wasserfälle, so dass auch wir bis auf den Schlübber nass wurden.

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Den Tag beendeten wir dann mit einer kurzen Bimmelbahnfahrt und noch einer  Wanderung in den Dschungel zu einem kleinen abgelegenen Wasserfall, in dem man baden kann. Nach der vielen Lauferei des Tages kam auch diese Abkühlung gelegen.

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Den nächsten Tag ging es dann auf die brasilianische Seite der Wasserfälle (mehr dazu unter “Kleiner Grenzverkehr”/ Brasilien), und nach einem letzten leckeren Bife de Lomo  verlassen wir Argentinien nach nur 13 Tagen schon wieder und werden die letzten Wochen in Brasilien verbringen. Heißt natürlich auch, wir müssen auf jeden Fall mindestens noch ein Mal wieder kommen für die verbleibenden Abenteuer zwischen Buenos Aires und Patagonien Zwinkerndes Smiley.