Die Kreuzfahrer–Diesmal: Halong Bucht

13 02 2014

Gibt es für Matrosen schönere Orte als diese Bucht, um mit einem Schiff vor Anker zu liegen und auf das Löschen der Ladung zu warten? Auch wir sind den Lockrufen dieses besonderen Ortes gefolgt und haben uns aus Hanoi auf den Weg gemacht, die Halong Bucht für zwei Tage mit dem Schiff zu erkunden. Wenn ich mich an die Seiten in einschlägigen Urlaubsprospekten zurückerinnere, dann denke ich an sonnengewärmte Felsinseln in türkisgrünem Wasser und gediegenen Schiffen, die einsam über die weite See schippern. Das sollte also unser Highlight der Vietnamreise werden.

Wie war es jetzt aber wirklich? Wir sind in Bai Chay, nahe Halong City an Bord des Schiffes gegangen. Bai Chay ist gerade unter planwirtschaftlichen Maßstäben am wachsen und das macht den wenig ansehnlichen Ort noch unattraktiver. Sei es drum. Wir verließen ihn schnell, nachdem Tony (unser Guide) die Formalitäten erledigt hatte und unser Kapitän aufgetaucht war. Einige unserer recht jungen Mitreisenden nutzten die Zeit, um sich mit warmen Sachen einzudecken. Richtig, auch hier ist es zur Zeit arschkalt, und damit meine ich arschkalt. Noch vor einer Woche soll bestes Wetter gewesen sein, jetzt war es diesig, die Sicht war also eingeschränkt und kein Sonnenschein in Sicht. Es war so um die 10°C Lufttemperatur, hört sich gar nicht so kalt an, aber es herrschte auch eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit, die einem durch und durch ging. Uns beeindruckte das jetzt nicht so; das Wetter Unsere Kabine ist immer nur so schlecht wie die Kleidung und wir sind ja darauf vorbereitet, sind wir in diesem einem Jahr doch in den unterschiedlichsten Klimazonen unterwegs. Glücklicherweise hatten wir in Hanoi nicht unsere Rucksäcke umgepackt und somit alles dabei; Zwiebelprinzip half dann. Unser Schiff machte von außen einen seetauglichen Eindruck und innen waren die Kajüten zwar klein, aber sauber. Wie haben sie nur das Foto einer großzügigen Kabine hinbekommen?

Auch hier war man mehr auf warme Temperaturen eingestellt, es gab eine Klimaanlage zum KühlenSmiley, doch leider ließen sich etliche Fenster und Türen nicht richtig schließen, so dass es überall kalt rein zog und im Schiff nicht wärmer war als an Deck.Trauriges Smiley Nun, im Hafen von Bai Chay lagen durchaus noch Schiffe, die von außen schlechter aussahen. Was mich dazu bringt: Richtig, wir waren nicht das einsame einzige Schiff. Es sind hunderte Schiffe, die hier in der Halong Bucht die Touristen durch die Gegend schippern.

Das alles tut aber der einzigartigen Schönheit der Natur und der beeindruckenden Landschaft keinen Abbruch. Es ist einfach toll, über das türkisgrüne (!) Wasser zwischen den Felsen und Inseln hindurch zu gleiten und sich immer wieder die spannende Frage zu stellen, ob das, was man sieht, nur eine kleine Bucht ist oder ob irgendwo doch eine Lücke zwischen den Felsen versteckt liegt, durch die das Schiff seinen Weg findet, um dann in einen neuen Meeresarm zu gelangen, wo man sich diese Frage auf das Neue stellt. Das Wetter jetzt im Februar mit seinem wolkenverhangenem Himmel, der sich wie ein grauer Schleier über die Berge legt, trägt dazu bei, dass die ganze Szenerie noch mystischer wirkt. Also die Halong Bucht ist eine Reise wert, zu jeder Jahreszeit!

Halong Bay I Halong Bay II

Halong Bay III Halong Bay IV Nicht unser Schiff Halong Bay VHang Sung Sot Cave Am ersten Tag bekamen wir nach ein wenig relaxen auf dem Sonnendeck dann noch die Surprising- Höhle zu sehen und konnten dort die Gewässer für eine kurze Zeit mit dem Kajak erkunden. Über Nacht wurde dann an einer bestimmten Schlafstelle mit zahlreichen anderen Schiffen geankert. Auf die Karaokeshow an Bord verzichteten wir (und dankenswerterweise alle anderen wohl auch) und kuschelten uns früh ins Bett. Am nächsten Morgen steuerten wir noch eine Perlenfarm an, bevor wir einen Transfer auf ein anderes Boot hatten. Cat Ba Island IDieses Boot brachte uns dann in die wesentlich weniger von Schiffen angesteuerte Lan Ha Bay zu unserem Beachresort mit Strand, wo wir eine zweite Nacht in einem Strandbungalow gebucht hatten. Traumhaft, wäre da nicht das Wetter gewesen… Nach dem Einchecken und dem obligatorischen Lunch ging es von hier dann mit dem Boot nach Cat Ba Island, wo wir einen kleinen Fahrradausflug zu einem abgelegenen Dorf machten. Der Ausflug war ganz nett, es ging durch die Karstlandschaft der Insel und die Reisfelder des Dorfes. Vor allem konnte man sich bei der Aktivität endlich richtig aufwärmen.Cat Ba Island II Cat Ba Island III

Kajak- Ausflug Nach Rückkehr auf unsere einsame Felsinsel mit Strand war dann noch Freizeit bis zum Abendessen. Ich wollte nicht schon wieder auskühlen und nahm mir ein Kajak, mit dem ich dann einmal die Insel umrundete und verschiedene Buchten in der Umgebung erkundete. Das war sehr faszinierend, denn ich war oftmals von absoluter Stille umgeben, nur das Glucksen der Wellen am Rumpf war zu hören. Nur ab und zu unterbrach das Bellen der Hunde auf den Fischfarmen die Ruhe. Das Wasser war an vielen Stellen nicht mal knietief, selbst mit dem Kajak musste ich aufpassen keine Grundberührung zu haben. Nach meiner Rückkehr holte ich Steffi von ihrer Strandliege ab, wo sie eingekuschelt in einen unserer Schlafsäcke ihre Stunde mit lesen verbracht hatte. Zum Dinner gab es leckere traditionelle vietnamesische Küche im Freien. Auch hier ist man nur auf höhere Temperaturen eingestellt. Aber, da wir alle sehr am frieren waren, hatte man Mitleid mit uns und es wurde ein Lagerfeuer am Strand gemacht, wo wir alle bei einem Bierchen noch eine Runde quatschten und Reiseerlebnisse austauschten. Am nächsten Morgen ging es dann in aller Frühe schon wieder los. Packen, Frühstück, Auschecken und Bootstransfer durch die Bucht zu unserem ursprünglichen Schiff, welches sich dann auf den Rückweg nach Bai Chay machte. Zum Zeitvertreib wurden dann noch Frühlingsrollen gewickelt, die es dann zum abschließenden Mittag neben anderen Dingen gab. Wieder mit festem Boden unter den Füßen ging es dann im Bus zurück nach Hanoi, wo wir noch eine Nacht im Riverside Palace Hotel unterkamen. Wir hatten noch keine konkreten Pläne, jetzt Hanoi in Richtung Süden verlassen oder aber nach Sapa in die Berge, von dem so viele Mitreisende geschwärmt haben.

Falls, ihr uns schon vermisst, hier mal ein paar Fotos von uns:

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Good morning Vietnam

11 02 2014

Jetzt sind wir also in Hanoi. Nach all den Vorwarnungen des Reiseführers über die etlichen Tricksereien in Hanoi sind wir entsprechend wachsam. Wir hatten uns ein Hotel gebucht (Riverside Palace Hotel, nur zu empfehlen!) und das Angebot eines Pickup vom Flughafen wahrgenommen. Somit sind wir gleich mehreren Problemen aus dem Weg gegangen. Wir mussten uns spät abends nach unserer Ankunft auf dem Flughafen nicht mehr um einen Bus oder Taxi kümmern, das uns in die Stadt bringt. Dazu kommt, dass die Taxifahrer einen wohl gerne zu einem anderen Hotel fahren, welches dann auch noch unter dem Namen des gebuchten Hotels firmiert. Dort wird einem dann eine obskure Geschichte erzählt und bevor man merkt, dass man im falschen Hotel ist, ist einem schon das Geld aus der Tasche gezogen worden. Diese Probleme hatten wir also alle nicht und konnten uns somit nach Ankunft im Hotel gleich ins Bett kuscheln.

Der nächste Tag begann dann mit einem Inklusiv- Frühstück – ja wir haben uns hier hoteltechnisch richtig was gegönnt. Aber nicht neidisch werden, einfach mal die ortsüblichen Preise checken. Dann begannen wir unser City-Sightseeing durch Hanoi. Dieses ging direkt vor dem Hotel los, denn auch wir waren irgendwo im Old Quarter, der Altstadt, untergekommen. Hier besteht durchaus die Gefahr, dass man sich verläuft und sein Hotel nicht unbedingt dort wiederfindet, wo man es vermutet. Gut ausgerüstet mit Stadtplan und Visitenkarten des Hotels und der vietnamesischen Übersetzung für “Bitte bringe mich zu meinem Hotel” starteten wir also.

Die Ziele waren die St. Joseph Cathedral, der Hoan Kiem Lake mit seinem Ngoc Son Tempel, im Wasserpuppentheater kauften wir uns spontan Eintrittskarten für die Abendvorstellung und ansonsten ließen wir uns durch die engen Gassen der Altstadt treiben.

St Joseph Kathedrale

St Joseph Kathedrale

Hoan Kiem See

Hoan Kiem See

 Ngoc Son Tempel

“ Spenden“ im Ngoc Son Tempel

Häuserzeile

Schmale Parzellen

Im Tempel der Literatur

Konfuzius sagt…

Altstadt

„Leiterstraße“

Straßenhandel

In der Altstadt

Dabei muss man immer aufpassen nicht überfahren zu werden. Denn die Enge resultiert auch daraus, dass grundsätzlich die Bürgersteige mit tausenden von Mopeds zugestellt sind. Wo kein Moped steht, wird auf dem Gehweg gekocht, um es dann auf kleinen Hockern, die als Tische dienen, zu servieren, um welche sich noch kleinere Hocker gesellen, die als Sitzgelegenheit dienen. Für uns Westler alles irgendwie zu klein geraten.

Werkstatt auf dem GehwegKneipe in Hanoi

Folglich läuft man am Straßenrand, wo man aufpassen muss nicht von noch mehr Mopeds überfahren zu werden. Aber, damit man weiß, wann man zur Seite springen muss, wird freundlich mit Hupen gewarnt. Hupen ist scheinbar auch das, was der Vietnamese zuerst lernt, wenn es um die Benutzung von Kraftfahrzeugen geht, ergo IST ES HIER SEHR LAUT! Ein weiterer Umstand, an den wir uns sehr schnell gewöhnen mussten, ist das Verhalten an Kreuzungen oder wenn man die Straße überqueren will. Lücke abwarten und dann einfach loslaufen, die Mopeds und Autos bahnen sich schon ihren Weg um einen herum. Verkehrsschilder gibt es fast gar keine und Rot als Ampelfarbe ist auch mehr eine Empfehlung. Also alles sehr dereguliert im Straßenverkehr, aber auch alles im Fluss, nur vielleicht nicht immer so schnell.

Transportmittel ITransportmittel IITransportmittel IIITransportmittel IVTransportmittel V

Abends waren wir im Wasserpuppentheater. Das ist vietnamesisches Kulturgut und man kann es sich wie die Augsburger Puppenkiste, nur in einem Pool, vorstellen. Gezeigt wurden 14 von über 400 traditionellen Szenen. Eine schöne Einstimmung auf Vietnam, denn viele Szenen stellen das Leben der Bauern auf den Reisfeldern dar.

Wasserpuppentheater IWasserpuppentheater II

Da uns Hanoi am ersten Tag so gut gefiel und wir am zweiten Tag ein wenig faul waren, blieben wir gleich noch ein wenig länger. So hatten wir noch die Gelegenheit durch das French Quarter mit dem Lenin Park zu laufen, und wir haben die Botschaften und Regierungsgebäude rund um das Ho Chi Minh Mausoleum inklusive des kommunistischen Aufmarschplatzes erkundet. Von hier haben wir einen Abstecher an den West Lake, die Außenalster von Hanoi, gemacht. Zum Aufwärmen gab es hier bei der vietnamesischen Variante von Starbucks Kaffee und Tee (mit Torte). Aufwärmen? Richtig gelesen. Das T-Shirt-Wetter ist zu unserem Bedauern vorbei, so kann das manchmal sein. Eine Stunde im Flieger gesessen, über die Berge geflogen und schon ist es kalt. In Vientiane hatten wir noch Sonnenschein mit bestimmt 26°C, jetzt sind es vielleicht 14°C bei bedecktem (diesmal keinem Smog-) Himmel und ein wenig Regen. Also das Winterwetter, wie wir es aus der lieben norddeutschen Heimat kennen.

Ho Chi Minh Mausoleum

Ho Chi Minh Mausoleum

Pagode am West Lake

Tran Quoc Pagode



Vientiane–Capital of Laos

7 02 2014

Der Transport ist dieses Mal fast nicht erwähnenswert: Es ging zwar etwas verspätet los und für Thomas gab es nur den Notsitz (wir tauschten nach der Hälfte der Strecke die Plätze) aber wir kamen tatsächlich innerhalb der veranschlagten 3,5 Stunden ohne Zwischenfälle in Vientiane an.

Vientiane ist nun die erste “richtige” Stadt, die wir in Laos zu sehen bekommen. Man merkte schon beim Hineinfahren in die Stadt, dass hier mehr los und es zweifellos das wirtschaftliche Zentrum des Landes ist und einige Leute trotz Sozialismus zu Geld gekommen sind. Vereinzelte große Häuser zwischen dem sonstigen asiatischen Standard und einige wenige westliche Luxuskarossen, vornehmlich deutscher Hersteller, verdeutlichten dies. Vientiane kann in Sachen Größe mit seinen ca. 237.000 Einwohner natürlich nicht mit anderen asiatischen Hauptstädten mithalten, aber lässt sich gerade deswegen wunderbar zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Das erspart einem auch die lästigen Diskussionen mit den TukTuk- Fahrern. Diese belagern die Kreuzungen im Zentrum auf der Suche nach Kundschaft. Diese suchen sie auch zurecht, denn die Preise können (fast) mit westlichen Preisen mithalten. Sie sind quasi vom TukTuk-Kollektiv festgelegt und mit Handeln tut man sich wieder einmal schwer. So kosten Fahrten zu den Botschaften 40.000,- KIP, zum Flughafen 60.000,- KIP und zum außerhalb gelegenen Buddha- Park stolze 200.000,- KIP (Hin u. Zurück, m. Wartezeit). Scheinbar ist für die Höhe des Preises auch unerheblich, von wo man abfährt und gelegentlich bekommt man statt TukTuk auch einen Minivan. So ist es uns ergangen, als wir das erste Mal zur vietnamesischen Botschaft gefahren sind. Wir wollten ein TukTuk und haben dann zum selben Preis einen Minivan bekommen. Also der Transport ist im Vergleich zu anderen Dingen verdammt teuer. Dies hat aber (zum Glück) noch keine Auswirkungen auf die Mietpreise für Fahrräder, die es an jeder Ecke im touristischen Zentrum zu mieten gibt, und so haben wir uns am nächsten Tag für 20.000,- KIP eben Räder geliehen.

Nach drei Tagen Vientiane haben wir für uns festgestellt, dass es die erste Stadt in Südostasien ist, die uns gefallen hat. Die Straßen (Rue oder Avenue) sind von alten Bäumen gesäumt und etliche Häuserfassaden strahlen ein modernes gepflegtes Äußeres aus. Es gibt zahlreiche Cafes und Restaurants, die sowohl tagsüber als auch abends das Straßenbild beleben und für Flaire sorgen. Nicht zu vergessen die Sehenswürdigkeiten, wiedermal zahlreiche Wats, die Goldene Stupa des Pha That Luang, die “Kopie” des Arc d` Triumphe, den Patuxai, oder auch die That Dum Stupa.

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Die Straßen sind nur zu den Hauptverkehrszeiten wirklich voll, ansonsten parken die Mopeds und Autos die Gehwege zu. Allabendlich wird dann die von Korea finanzierte Deichstraße für den Verkehr gesperrt, so dass jeder Bürger am Mekong flanieren kann. Hier trifft sich am frühen Abend zum Sonnenuntergang über dem Mekong scheinbar die ganze Stadt. Es wird gejoggt, das neuste Mountainbike ausgefahren oder Gerätetraining  an den Fitnessgeräten im Park gemacht. Unser Favorit ist aber Aerobic im Mekong-Openair -Fitnessclub. Wem das alles zu sportlich ist, läuft einfach so am Deich entlang und schaut den Fischern bei der Arbeit zu oder geht auf den Nacht- Krimskrams- Markt.

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P1060611 (800x600)Also Vientiane, eine Stadt, in der es einfach Spaß macht, mit dem Fahrrad mit Motorollern um die Wette zufahren, besonders wenn man ganz vorne rechts an der roten Ampel steht. Wem dann nach soviel Fahrrad fahren und unzähligen Wochen asiatischer Küche nach guter deutscher Kost ist, dem können wir das Lokal Berliner Garden (ehemals Berliner Bär), in einer kleinen Nebenstraße nahe der thailändischen Botschaft empfehlen. Hier gibt es neben Berliner Currywurst und leckerem deutschen Kartoffelsalat auch deftige Spezialitäten aus dem süddeutschen Raum.

Nach 1/ 1/2 Tagen warten und noch ein Mal eine dreiviertel Stunde warten in der vietnamesischen Botschaft, wir haben den Flieger schon ohne uns abfliegen sehen, halten wir unsere Visa für Vietnam in den Händen.

Welche Stadt fliegen wir als nächstes an?

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Von Luang Prabang nach Vang Vieng

3 02 2014

Wir haben einstimmig fürs erste genug von Minivans und somit entscheiden wir uns für die Weiterfahrt nach Vang Vieng für einen Reisebus. Da laut Plakat und Anpreisung des Laoten in der Travel Agency der Expressbus nur 6 Stunden für die Strecke brauchen soll, nehmen wir den Bus um 16.30 Uhr (der heute ausnahmsweise um 17.00 Uhr fährt) und wären somit noch vor der Sperrstunde um 23.00 Uhr in Vang Vieng. Auch der Pickup vom Hostel ist inklusive, welch angenehmer Service.

Wir verabschieden uns von unseren französischen Freunden, mit den wir uns heute noch einmal auf ein Getränk getroffen haben, und werden pünktlich zum Busbahnhof gebracht. Auch hier geht es pünktlich um 17.00 Uhr los. Nur vier Touristen in einem 50- Sitzer, der Rest alles Laoten: Hier kann etwas nicht stimmen?! Es treffen halt wieder zwei Kulturen aufeinander, in Laos wird etwas anderes unter Express verstanden als bei uns. Der Bus hält bei jeder Gelegenheit an, um Laoten ein- oder aussteigen zu lassen. Reissäcke werden ein- und ausgeladen, so langsam füllt sich auch wieder der Mittelgang. Auch dieser Bus ist gnadenlos untermotorisiert für die laotische Bergwelt und von den Bremsen kommt nicht viel mehr als ein Quietschen. Spätestens bei der zweiten halbstündigen Pause, bei der um 23.00 Uhr ein Straßenlokal angesteuert wird, ist uns klar, dass wir wohl nicht zu der versprochenen Zeit in Vang Vieng sein werden. Wir sind gerade mal in Kasi, noch gute 60 km von Vang Vieng entfernt. Irgendwann kurz vor 1 Uhr kommen wird dann in einem ausgestorbenen Ort an. Einzig den wartenden TukTuk- Fahrern können wir ein Schnippchen schlagen: Wir gehen zu Fuß, wissen wir doch, dass der Ort nicht so groß und unser im Voraus gebuchtes Guesthouse gleich um die Ecke ist. Wir gehen quer über das dunkle Rollfeld “Lima site 27”, das aus dem Krieg übrig geblieben ist, zwei Mal links und wir sind da. Glücklicherweise nächtigt der Besitzer an der Rezeption, gesteht uns aber unumwunden ein, dass er den Bungalow vergeben hat, weil wir nicht aufgetaucht sind. Leider hatten wir es aber auch versäumt, telefonisch anzukündigen, dass wir erst gegen späten Abend kommen. Er kann uns aber ein Zimmer in einem anderen Hostel anbieten, das auch nur einen kurzen Fußmarsch entfernt ist. So laufen wir noch etwas weiter durch die Nacht. Dort angekommen werden wir von einem Ladyboy begrüßt. Das Zimmer ist mit kaputten Betten eingerichtet und die Bettwäsche scheint auch schon mal benutzt. Aber eine Alternative gibt es auch nicht. Am nächsten Morgen verlassen wir schnell diesen Ort und beziehen nun unseren Bungalow. Er ist so schön, dass man eigentlich länger als eine Nacht bleiben muss, die Veranda lädt einfach zum Verweilen ein.

Am Nachmittag unternehmen wir mit geliehenen Mountainbikes eine Fahrradtour in die Umgebung. Die dreißig Kilometer große Runde aus dem Reiseführer wird es zwar nicht mehr, dafür ist es zu spät und eigentlich auch viel zu heiß, denn die Sonne brennt ganz schön.

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Unser Ziel soll die Blue Lagoon sein. Unterwegs kommen wir von diesem eigentlichen Ziel ab und lernen laotische Bauerschläue kennen. Links und rechts am Wegesrand preisen zahlreiche Schilder in Laotisch und Englisch Höhlen und natürliche Swimmingpools an, von denen wir dann eine ansteuern. Wir landen schließlich an einem Ort, wo wir erst ein Mal 10000,- KIP (1,- €) Eintritt p.P. zahlen. Wir werden über die zur Zeit nicht bestellten Reisfelder zu einer schmalen Spalte im Fels geführt, im Inneren soll man baden können. Die Felsspalte (Höhle?) zieht sich etliche Meter in den Berg, so dass man teilweise nur seitlich gehen kann und den Rucksack abnehmen muss. Am Ende ist dann tatsächlich ein Pool, sogar mit Tube/ Gummischlauch (Tubing ist hier in der Gegend sehr beliebt). Leider ist der Pool aber aufgrund der Platzverhältnisse nur so groß, dass vielleicht einer zur Zeit im Wasser “schwimmen” kann. Das Reinsteigen ersparen wir uns, schließlich würde man auf dem Rückweg durch die total staubige Felsspalte am Ausgang so vermodert ankommen, dass man sofort das nächste Bad benötigt. Leicht irritiert lassen wir unseren Führer stehen und verzichten darauf, auch noch die zweite Höhle zu sehen. Dieser wiederum kommt uns hinterhergelaufen und möchte jetzt für seine Dienstleistung auch noch bezahlt werden – war das nicht mit dem Eintrittspreis abgegolten? Wir setzen uns auf unsere Fahrräder und fahren davon. Zum Glück waren wir nicht die Einzigen, die auf diesen Nepp reingefallen sind. Jetzt behalten wir unser Ziel im Auge und radeln ohne weitere Umwege zur Blue Lagoon. Die Dorfbewohner nehmen hier bereits am Ortseingang den Eintritt ein. Es ist auch egal, ob man nur zur Lagune oder auch die Höhle sehen will, es muss bezahlt werden. Die Lagune ist ein herrlicher Badeteich, inzwischen aber auch ein Traveller-Hotspot. Das Wasser ist milchig trüb und eiskalt. Die Anlage wirkt wie ein kleines Freibad, das über eine Holzbrücke betreten wird. Es gibt einen Kiosk, ortsübliche Toiletten, ein Beachvolleyballfeld auf der Liegewiese, und kleine, offene Holzhütten als Schattenspender säumen das Ufer. Ein großer Baum am Ufer ist zum 3 und 10 Meterturm umfunktioniert, inkl. Seilen, an denen man sich ins Wasser stürzen kann. Der Schweiß hat sich gelohnt, hier her zu kommen, ein wirklich toller Ort. Die Wasserqualität will natürlich überprüft werden und somit springen wir in die kalten Fluten. Schön erfrischend.

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Als die Sonne so langsam verschwindet, packen wir unsere Sachen zusammen und klettern noch die Treppenstufen zum Eingang der Höhle hoch. Wir betreten zu erst eine Art Vorhöhle, die durch etliche Öffnungen mit Licht versorgt wird. Hier ist ein Buddhaschrein aufgebaut und man gelangt von ihr in die eigentliche Höhle. Zum Glück haben wir unsere Stirnlampen dabei und können uns somit den Weg leuchten. Die Höhle ist wirklich beeindruckend groß. An der höchsten Stelle ist die Höhlendecke vielleicht in 50 bis 60 Meter Höhe. Die Länge ist schwer zu schätzen. Leider können wir nicht alles erkunden, denn es wird draußen bald dunkel und wir wollen die Schotterpiste eigentlich nicht im Dunkeln zurückfahren. Im hinteren Teil gibt es noch beeindruckende Stalagmiten und Stalaktiten zu bestaunen und Löcher im Höhlenboden, die 15 Meter in die Tiefe führen. Wie gefährlich!!! Smiley Wir verlassen die Höhle und radeln mit unseren Fahrräder in der Dämmerung zurück nach Vang Vieng. Schade, hier hätte man noch länger auf Entdeckungstour gehen können.

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Am nächsten Tag trennen sich dann unsere Wege. Wir hatten in den vergangenen Tagen wenig positive Stimmen von anderen Travellern über Vientiane gehört. Somit hat sich Kirsten entschieden noch ein wenig länger in Vang Vieng zu bleiben. Wir beide müssen und wollen weiter nach Vientiane. Wir brauchen unser Visa für Vietnam; das konnten wir in Luang Prabang wegen des vietnamesischen Neujahrsfestes TET (was die Vietnamesen ausgiebig und tagelang feiern) leider nicht wie ursprünglich geplant beantragen.



Luang Prabang

2 02 2014

Nach der aufregenden Fahrt nach Luang Prabang, dem einstigen Königssitz, wollen wir es hier die nächsten Tage ruhig angehen lassen. Die “Altstadt” auf der Halbinsel zwischen Mekong und Nam Khan ist Unesco Weltkulturerbe. Diese und wohl auch Frankreich haben viel Geld gegeben, so dass es hier für asiatische Verhältnisse sehr sauber und ordentlich ist. Dafür, dass es die zweitgrößte Stadt des Landes ist, geht es hier sehr dörflich entspannt zu. Der koloniale Einfluss Frankreichs ist noch deutlich zu spüren. Viele Häuser strömen französisches Flair aus und es ist auch nicht schwierig, Croissants und andere Köstlichkeiten der Küche unseres Nachbarlandes zu bekommen. Ein weiteres Highlight ist laut Reiseführer der Wat Xieng Thong mit der buddhistischen Variante eines Maja- Boots. All morgendlich findet in den Straßen der Altstadt die Bettelprozession der Mönche statt, leider ist sie zum absoluten Touristenmagneten geworden. Wir waren auch da. Trauriges Smiley

In der Umgebung gibt es verschiedene Sehenswürdigkeiten, u.a. Wasserfälle und die Pak Ou Höhlen, in denen viele aussortierte Buddha- Statuen abgestellt wurden. Wir haben einen Ausflug zu den Höhlen gemacht und als Transportmittel eines der Slowboote auf dem Mekong gewählt. Denn, wenn man schon Mal an diesem sagenumwobenen Fluss ist, sollte man auch eine (leider sehr teure) Bootsfahrt machen. Die Höhlen selber waren nicht so spannend, dafür war es aber herrlich entspannend mit knatterndem Motor zwei Stunden über den Mekong zu schippern. Als wir dann schon auf dem Rückweg zum Boot waren und unsere Blicke noch über den Mekong zu zwei asiatischen Elefanten am gegenüberliegenden Ufer schweiften, schallte ein “Hello germans” durch die Bäume. Wie der Zufall es so wollte, es waren unsere französischen Retter von unserem Roadtrip. Wir freuten uns riesig, hatten wir so doch noch die Gelegenheit, uns zu bedanken, denn das Umsteigen in den Nachtbus geschah dann doch so plötzlich und schnell, dass der Abschied relativ kurz ausfiel. Die Familie wollte am nächsten Tag auch in Luang Prabang sein und so verabredeten wir uns für nachmittags. Leider konnten wir jetzt auch nicht länger bleiben, denn unser Kapitän suchte uns schon. Schön das wir euch noch wiedergetroffen haben!

Die Rückfahrt auf dem Mekong flussabwärts, der untergehenden Sonne entgegen, dauerte nur eine Stunde. So waren wir rechtzeitig wieder in Luang Prabang, um als Abendessen eine laotische Spezialität am Mekong zu essen. Barbecue oder auch Fondue, nur dass das Gemüse nicht in Fett sondern in Wasser gegart und das Fleisch in der Mitte gerillt wird. Dazu gehören Glasnudel und viel Knoblauch und Chili. War ganz lecker.

Was kann man noch machen? Es gibt einen netten Morgenmarkt mit frischen Obst und Gemüse und Fleisch, einen Nachtmarkt um den KIP unters Volk zu bringen und man kann ganz gut am Ufer des Mekongs und des Nam Khan entlang über die Halbinsel joggen (selbst ausprobiert). Kirsten ist noch die 380 Stufen den Phu Si hinaufgelaufen (zum Sonnenuntergang soll es aber völlig überlaufen sein). Den Sonnenuntergang kann man aber auch an dem einen oder anderen Plätzchen unten am Mekong gut beobachten. Für Königspalast und National Museum reichte uns der kurze Blick von draußen. Jetzt aber genug und hier die Bilder.

Spaziergang durch Luang Prabang:

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Am Mekong:

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Morning Market:

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Road Trip – The Lao style

30 01 2014

Wir sind heute früh aufgestanden, um pünktlich um 8.30 Uhr, vom Chef unseres Guesthouses persönlich zum Busbahnhof gebracht zu werden. Dort angekommen standen bereits zwei Minivans bereit, die beide zu unserem heutigen Ziel, Luang Prabang, fahren sollten. Die bereits anwesenden nationalen und internationalen Fahrgäste wechselten noch zwischen den einzelnen Fahrzeugen hin und her – scheinbar war man sich noch unsicher, wer wo sitzt und wann welcher Bus fährt. Nachdem ich die abgefahrenen Vorderreifen des einen Minivans erspäht hatte und daraufhin sämtliche Profiltiefen des anderen gecheckt hatte, war mir dies egal und ich wusste, welches Fahrzeug wir nehmen. Mir war die Erzählung der zwei deutschen Mädels vom Vortag noch lebhaft in Erinnerung, was die Straßenverhältnisse zwischen Luang Prabang und hier betrafen.

Also verstauten wir unser Gepäck auf dem Dach des Minivans und stiegen ein. Zu uns gesellten sich noch zwei Deutsche, zwei Mönche (jeglicher göttliche Beistand kann hier nie verkehrt sein) und zwei Laoten sowie der Fahrer.  Es ging pünktlich los und es wurde noch ein kleiner Tankstopp eingelegt. Ziemlich schnell stellte ich fest, dass die Bereifung zwar in Ordnung war, dafür aber die Stoßdämpfer im Fonds nicht für diese Belastung (Ausländer mit Gepäck) ausgelegt waren. Auch die Staubwolken, die an uns vorbei durch das Auto zogen, waren nicht nur Staub, sondern Abgase vom Auspuff, wie sich bald an unseren schwarzen Nasen zeigen sollte.

Wie angekündigt war das erste Stück Straße in einem brauchbaren Zustand. Komischerweise brachen wir mit unserem Minivan keine Geschwindigkeitsrekorde. Bergauf – okay, untermotorisiert kann ja mal passieren, aber auch bergab versuchte unser Fahrer nur selten diesen Umstand wieder auszugleichen, was dafür sprach, dass auch die Bremsen nicht so dolle sein konnten. So langsam keimten in uns Deutschen die Zweifel, ob die Strecke denn in der veranschlagten Zeit von 8 bis 9 Stunden zu schaffen ist, vor allem weil das schlechte Stück Straße erst noch kam. Aber wir hatten uns viel zu erzählen und eine Menge Spaß auf den Rückbänken, allerdings wurde auch die Luft immer schlechter….

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Die Straßenverhältnisse wurden so wie man sie uns beschrieben hatte, aus Asphalt wurde ein Konglomerat aus Asphalt, staubiger Schotterpiste und Schlaglöchern. Unser Auto wurde auch nicht schneller, eher das Gegenteil, wir wurden inzwischen nicht mehr nur von Geländewagen überholt, vornehmlich mit chinesischen Kennzeichen, sondern auch von Kleintransportern, Reisebussen und ausgewachsenen Lkws. Das ständige überholt  werden führte dazu, dass es im Auto immer wärmer wurde, die Lüftung war ausgestellt und jetzt mussten auch die Fenster wegen des Staubs der vorbeifahrenden Fahrzeuge ständig geschlossen werden.  Der Zustand der Langsamkeit konnte also nicht an der Straße liegen. Beim Zurückblicken durch die getönte Heckscheibe erahnten wir das Problem, wir zogen eine tiefschwarze Abgaswolke hinter uns her. Auch unser Fahrer hatte das Problem erkannt und versuchte durch wiederholtes kurzes Anhalten am Straßenrand und Motorabstellen das Problem zu lösen. War das Gefälle zum Anfahren für das geschwächte Auto zu steil, mussten wir alle bis auf den alten Mönch vorne rechts aussteigen und einige hundert Meter laufen bis ein Weiterfahren mit Passagieren wieder möglich war. Wobei jeweils wieder eine schwarze Wolke aus dem Auspuff kam und die Startgeräusche des Motors nichts Gutes verheißen ließen.

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Zum Mittag waren wir am Busbahnhof von Udomxai – somit sind wir wohl noch im Zeitplan?! Unser Fahrer schien hier sein Stammrestaurant zu haben. Nach Begutachtung der Essensstände stand für uns fünf fest, dass die warmen Mahlzeiten für uns nicht in Frage kommen, zumindest nicht wenn man noch sechs Stunden im Bus sitzt.

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Wir nutzten die Pause, um zu erfragen, was denn ein lokaler Bus nach Luang Prabang kostet und wie lange er braucht. Wir entschieden uns aufgrund des Zeitvorteils unserem Minivan treu zu bleiben, deckten uns mit Chips, Keksen und Obst ein und stiegen um zwanzig vor zwei wieder in den Minivan um weiter zufahren. Ein fataler Fehler. Die Probleme und Lösungsansätze des Fahrers blieben die gleichen, nur das sie jetzt mehr Ausflugscharakter bekamen. Die Pause zum Motor abkühlen wurde jetzt genutzt, um an einem Straßenstand ein frisch geschlachtetes Reh zu begutachten.

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Es schien nicht das Gefallen des Fahrers zu finden, jedenfalls fuhren wir weiter, ohne das etwas gekauft wurde. Wir waren von dieser Aussicht auch nicht sonderlich begeistert, schließlich war es warm im Auto und wir hatten mit den Abgasen und dem Staub schon genug zu kämpfen. Wo ein Straßenstand ist, da kommt auch bald ein Zweiter. Wir zogen mal wieder eine schwarze Rauchwolke hinter uns her und stoppten abermals. Hier gab es eine größere Auswahl an Frischfleischprodukten, die scheinbar so gut sein musste, dass neben dem Fahrer auch die laotischen Mitreisenden begeistert ausstiegen. Im Nachhinein betrachtet eigentlich der einzige Moment des Tages an dem die Laoten überhaupt eine Regung zeigten. Auch wir betrachteten die Fleischauswahl recht interessiert. Dank dessen, dass die verschiedenen Tierchen noch nicht gehäutet und teilweise im Stück verkauft wurden, war eine Bestimmung des Fleisches möglich. In der Auslage waren unter anderem vorhanden: (Wild-) Schwein, Marder, Huhn und Gleithörnchen. (Die biologische Bestimmung an dieser Stelle erfolgt nach dem, was den Tieren am nächsten kommt.)

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Es fielen die Kaufentscheidungen und nacheinander flogen ein Huhn, ein Flughund in unser Auto und die halbe Rippe des Wildschweins landete im Kofferraum. Wir freuten uns der zu erwartenden Düfte. War das jetzt die Notverpflegung für uns alle – sollten wir noch größere Probleme bekommen?

Wir setzten unsere Fahrt  mit der zu erwartenden Rauchwolke fort. Die Schlaglöcher wurden schlimmer und so wunderte es uns nicht, als bei einem weiteren Schlagloch auf einmal die Kofferraumklappe aufsprang. Erst durch wildes Gestikulieren unsererseits wurde der Fahrer überhaupt aufmerksam, ein riesen Spaß für die Laoten. Versuche des Fahrers, die Klappe zu schließen scheiterten. Kurzerhand wurde von unserer Gepäcksicherung ein Seil entfernt und die Kofferraumklappe notdürftig verschlossen. Nun mussten wir also auch noch Angst um unser Gepäck auf dem Dach haben!

Die lustige Fahrt ging weiter, hin und wieder legten wir noch ein paar Zwangsstopps ein und kamen unserem Ziel aber aufgrund des Wahnsinnstempos doch leider nur geringfügig näher. Bis wir dann an einer Steigung abermals stoppten und beim erneuten Anlassen die Batterie endgültig ihren Dienst versagte. Alle Versuche unseres Fahrers blieben erfolglos. Er war auch nur Fahrer und nicht mehr, konnte sich oder uns also auch nicht wirklich weiterhelfen. Wir hatten nicht nur eine Panne, sondern ein Problem. Ich konnte mir in etwa vorstellen, wo das technische Problem lag aber es kam das Sprachproblem hinzu. Der Fahrer merkte nach einer Zigarettenlänge, das Motor abkühlen, Luftfilter auseinander bauen, rumfummeln am Anlasser und starten des Motors im Stand nicht weiterhalfen. Man kam auf die Lösung das Auto anzuschieben, auf Grund der Steigung im Rückwärtsgang. Auch das half nichts, ich hatte den Eindruck, dass der Fahrer nicht wusste wie er das Auto richtig zu starten hatte. Derweil versuchten wir Fünf bereits die ersten Fahrzeuge anzuhalten, in der Hoffnung, dass uns irgendwer mitnehmen könnte. Leider ohne Erfolg. Sollte das Phänomen “Panne” in Laos unbekannt sein?

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Wir machen diese Reise ja zur Völkerverständigung, kommen wir an dieser Stelle also zum Thema Hilfsbereitschaft. Wir haben hier an anderer Stelle dazu schon etwas gebloggt. Was geschah also in dieser Situation? Dem gemeinen Laoten geht es schlicht so schlecht, dass er für (Pannen-)Hilfe keine Zeit hat und/ oder so treu sein Pflichten nachkommt, dass unvorhergesehene Ereignisse ihn überfordern. Da half auch Wedeln mit dem Geldschein nicht. Die zahlreichen Chinesen, die uns in ihren fetten Bonzenschlitten in Kolonne passierten, winkten fröhlich aus dem Fenster, fotografierten uns Westler fleißig und fuhren nach kurzem abbremsen weiter (für das bessere Foto). Gut, man muss wissen, Chinesen fotografieren einfach alles und scheinen kein Liegenbleiben zu kennen.

Fazit nach kurzer Zeit: Sämtliches Winken, Handzeichen, Daumen raustrecken half wenig. Nur einige wenige hielten und konnten oder wollten einem nach kurzer Konservation nicht helfen und fuhren weiter. Ein paar Mal schien es fast soweit, dass wir jemanden überzeugen konnten, uns mit zunehmen, dann drängelte sich aber jedes mal unser Fahrer dazwischen, sagte etwas auf Laotisch oder drängte uns von der Straße und der Angehaltene setzte seine Fahrt fort. Der Minivan war jetzt bereits gedreht und wir schoben ihn in entgegengesetzter Richtung von Luang Prabang weg, den Berg hinunter. Aber alle Startversuche schlugen fehl und das Auto kam immer wieder mit einer Bremsspur am staubigen Seitenrand zum Stehen. Unser Fahrer erkannte scheinbar, dass auch er jetzt aktiv werden muss und für eine alternative Transportmöglichkeit sorgen sollte. Somit hielt er einen richtigen Reisebus an, keine Ahnung was er denen erzählte, der Bus setzte seine Fahrt fort und hatte sogar noch reichlich freie Plätze, wie wir erschreckender Weise beim Vorbeifahren feststellen mussten. Leider reagierten wir hier zu langsam. Die Laoten währenddessen nahmen die Situation regungslos gelassen hin. Kirsten unternahm derweil den verzweifelten Versuch, bei unserem Guesthouse in Luang Nam Tha anzurufen und ihnen dort unser Dilemma zu berichten. Dazu hat sie es tatsächlich geschafft, sich das Handy von unserem Fahrer zu leihen. Am Telefon versprach man uns Hilfe, ein Ersatzminivan sollte angeblich aus Udomxai kommen und in ca. einer Stunde da sein. Zwischenzeitlich versuchte Thomas sich nochmal als Fahrer und daran, den Minivan beim Hinunterrollen des Berges noch einmal zu starten. Leider scheiterte auch er, und die einzige Folge war nur, dass wir nun noch weiter bergabwärts hinterher laufen mussten. Das Auto kam schließlich vor der nächsten Steigung endgültig zum Stoppen. Zum Glück der Laoten befand sich an dieser Stelle ein Haus, und unsere Mitreisenden schlossen fröhlich Freundschaft mit den dort Ansässigen. Inzwischen war es 15:45h, wir resignierten mit unseren Versuchen, weitere Autos anzuhalten und hofften auf das Ersatzvehikel. Was ist nun aber eigentlich aus dem alten Mönch geworden, der nach dem endgültigen Aus auch aus dem Auto ausstieg und sich erst Mal seelenruhig mit seiner Zigarette ins Gras hockte? Wir waren nun ja schon wieder etliche hundert Meter bergab gelaufen. Hockte er dort etwa immer noch oder wurde zumindest er schon mitgenommen? Nein, nach einiger Zeit kam er als Sozius auf einem Moped zu uns zurück und setzte sich mit einer Zigarette stoisch ins Gras… Die Zeit verging, kein Ersatz in Sicht.

Wir trauten unseren Augen nicht, als auf einmal ein französisches Wohnmobil angefahren kam. Die Verzweiflung mussten sie uns angesehen haben, denn sie hielten an und boten ohne Umschweife an, uns mitzunehmen. Der Haken an der Sache, ihr Ziel war nicht Luang Prabang, sondern das kleine Örtchen Nong Khiaw, das etwas abseits unserer Route lag. Wir entschieden  uns jedoch dafür, Hauptsache vorankommen und dann am nächsten Tag von dort einen neuen Versuch in Richtung Luang Prabang zu starten. Unser laotischer Fahrer hatte inzwischen auch mitbekommen, dass wir nun tatsächlich eine Mitfahrgelegenheit gefunden hatten (mit der er sich im Übrigen nicht verständigen konnte) und kam in eiligen Schritten auf uns zu, um uns zu überzeugen, dass ein Ersatzminivan auf dem Weg sei und um 18h da sein soll. Weitere Wartezeit zu diesem Zeitpunkt: 1,5 Stunden. Das Problem: wir hatten bis nach Luang Prabang aber immer noch mindestens 4 Stunden vor uns und um 23h gibt es in Laos sozusagen eine Sperrstunde, zu der mehr oder weniger alles dicht macht. Da wir alle noch keine Unterkunft gebucht hatten, war die Aussicht bei (voraussichtlich) späterer Ankunft ggf. auf der Straße übernachten zu müssen nicht so prickelnd und so sahen wir zu, dass wir unser Gepäck in das Wohnmobil schafften.

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Dort wurde es nun voll, denn aus dem Wohnmobil lugten auch 3 Kinderköpfe hervor. Eine fünfköpfige Familie aus Frankreich, die für ein Jahr in ihrem Wohnmobil auf Reisen durch den nahen Osten und Asien ist (http://rebolasiatriptour.blogs-de-voyage.fr/)! Die beiden großen Jungs, Nathan(10) und Clément (8), freuten sich über ihre neuen Spielkameraden und schon waren wir alle in einer Partie Uno und Phase 10 verwickelt.  Mit an Bord war dann noch die kleine Lise, 5.

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Leider wurden die Straßenverhältnisse nicht besser, das Wohnmobil fuhr zwar etwas schneller, aber dennoch ging es nur schleppend voran. Auch die Franzosen hatten den Straßenzustand unterschätzt und so waren wir bei Einbruch der Dunkelheit immer noch kilometerweit von unserem neuen Ziel entfernt. Die Kinder wurden langsam müde und so entschieden wir, in einem nächst größeren Ort nach Gästehäusern für uns Ausschau zu halten, da die Franzosen ihre Reise dann auch nicht mehr fortsetzen wollten. Uhrzeit: 20h. Diesmal war das Glück aber eindeutig auf unserer Seite. In dem wahrscheinlich einzigem Guesthouse vor Ort verstand uns keiner und somit scheiterte zwar die Unterkunftssuche, aber wir erspähten dabei einen Reisebus und nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten war klar, dass dieser nach Luang Prabang fährt, noch 5 Plätze frei hat und angeblich in zwei Stunden da sein sollte. Wir entschieden uns, es drauf ankommen zu lassen, da die Franzosen die Fahrt sonst nur für uns fortgesetzt hätten und das wollten wir ihnen nicht zumuten. Merci beaucoup an dieser Stelle für die tolle Hilfsbereitschaft und eine trotz allem lustige Fahrt in ihrem Wohnmobil. Wir bewundern den Mut und die Abenteuerlust und wünschen den Fünfen alles Gute und viel Glück auf ihrer weiteren Reise!!!

Zu unserer Überraschung waren es dann auch keine normalen Sitze in dem Reisebus, sondern jeder bekam eine Schlafkoje für umgerechnet 5 Euro! Wider Erwarten erreichten wir tatsächlich gegen 22.15h nach 14 Stunden Reisezeit Luang Prabang. ENDLICH! Schnell ein Tuktuk in die Altstadt, denn es musste ja nun noch schnell eine Unterkunft her. Die ersten Versuche scheiterten, finally fanden wir aber ein nettes Zimmer und sanken total erledigt um Mitternacht ins Bett. Was für ein Abenteuer!



Von Nord-Thailand nach Laos

29 01 2014

Von Chiang Mai aus starten wir in Richtung Laos. Der Minivan, der uns zur Grenze bringen soll, kommt mit ca. 1 Stunde Verspätung. Erklärung: die Chinesen konnten angeblich nicht gefunden werden. Komisch bloß, dass der Minivan voll besetzt ist und Chinesen gar nicht an Bord sind…. Der Minivan tuckert durch die Landschaft, schneller als 80 km/h traut sich unser Fahrer, gesetzteren Alters, wohl nicht zu fahren. Irgendwann auf halber Strecke treffen wir auf einen Minivan aus der Gegenrichtung und die Fahrer wechseln. Von da an geht es rasant weiter, wir haben doch noch Hoffnung, den Grenzübergang vor Schließung zu erreichen.

Wir stoppen planmäßig in Chiang Rai, wo es den weißen Tempel, den Wat Phra Kaew zu bewundern gibt. Viel mehr hat Chiang Rai offensichtlich nicht zu bieten. Der Tempel scheint beliebt für einen Fotostopp zu sein, denn es wimmelt von Reisebussen, Minivans und entsprechend vielen Touristen. Das ganze zugegebenermaßen zu Recht, denn der ganz in weiß gehaltene Tempel ist wirklich schön anzuschauen.

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Es geht weiter und am späten Nachmittag erreichen wir das thailändische Grenzstädtchen Chiang Khong. Neuerdings setzt man nicht mehr mit dem Boot über, sondern es wurde eine Brücke errichtet, die den Grenzübertritt auf dem Landweg ermöglicht. Das ganze läuft dann so ab: Von der Grenzstation auf thailändischer Seite fährt ein Bus bis zur Grenzstation in Laos. Hierfür bezahlt man 25 Baht (obwohl eigentlich nur 20 THB auf dem Ticket stehen…). Bevor es den Ausreisestempel gibt, wird man nochmal abgefangen und soll Baht in Dollar tauschen, da angeblich das Visa für Laos mehr kostet, wenn man in Baht bezahlt. Keine Ahnung, ob das wirklich so ist. Wir tauschen das Geld getauscht, da der Kurs gar nicht soo schlecht ist. Auf laotischer Seite muss man dann zuerst das Visa bezahlen, 30 USD. Vorbei an der freundlichen Grenzbeamtin und eigentlich hat man nun alles Offizielle passiert. Wenn da nicht am Ausgang noch der ominöse Laote sitzen würde, der auf seinem Pappschild 1 USD für den Grenzübertritt nach 16 Uhr haben möchten… ??? Widerwillig zahlen wir hier auch noch mal, bevor uns dann das weit und breit einzige TukTuk zum Transport nach Huay Xai für 100 Baht pro Person angeboten wird. Bei 9 Leuten, die samt Gepäck in das eine TukTuk gequetscht worden sind, empfinden wir auch dieses als Abzocke. Laufen wäre allerdings zu weit gewesen, denn Huay Xai liegt ca. 10 km von der Grenzstation entfernt. Der erste Eindruck von Laos ist also schon mal gesetzt! Früher passierte man die Grenze per Boot über den Mekong und kam wohl mehr oder weniger direkt im Ort an.

Eine Unterkunft in Huay Xai ist schnell gefunden und auch der Weitertransport am nächsten Tag ist leicht organisiert. Wir quartieren uns in einem Hotel ein, dessen Zimmer sowjetischen Charme versprühen, aber sauber sind. Für eine Nacht wird es reichen. Beim Abendessen in einem Restaurant stoßen wir dann auf die ersten Überbleibsel des Indochinakriegs: Bomben als Dekoration.

Wir haben uns entschieden, weiter nach Norden in das Städtchen Luang Nam Tha zu fahren, von wo man Trekkingtouren in den Dschungel bzw. in die Nam Ha National Protected Area machen kann. Die Busfahrt dorthin ist ein erster Vorgeschmack auf weiteres Reisen in Laos. Wir fahren mit einem lokalen Bus, der neben einer Handvoll weiterer abenteuerlustiger Touristen vollgestopft ist mit Gepäck auf der letzten Sitzbank, Reissäcken unter den Sitzen und Laoten im jetzt nicht mehr vorhandenen Mittelgang, nachdem die Klappsitze ausgeklappt wurden. Die Fahrt dauert ca. 4,5 Stunden, was aber bei der kurvigen Straße durch die Berge wohl aber vor allem daran liegt, dass der Bus die Berge im Schneckentempo hochkriecht. Die Laoten sind währenddessen in ihrem Element und verteilen die Reste ihres Frühstücks im Bus. Am Ende säumen Kürbiskerne, Obstreste und diverse Flüssigkeiten den Boden des Busses. Aber immerhin kommen wir gegen Mittag an und bekommen auch noch ein Zimmer im Zuela Guesthouse. Wir scheinen Glück gehabt zu haben, denn im Verlauf des Tages sehen wir zahlreiche Traveller, die erfolglos nach einem Zimmer anfragen. Im Laufe des Nachmittages entscheiden wir uns für einen Ein-Tages-Trekkingausflug in die nähere Umgebung, vermutlich nichts Spektakuläres, aber wir wollen hier nur einen Tag bleiben und dann weiter nach Luang Prabang. Die Preise für Trekkingausflüge sind recht heftig, aber zumindest wirbt jede Agentur damit, dass ein Teil des Geldes an die umliegenden Dörfer geht.

Am Folgetag geht es mit einer halbstündigen Verspätung los (ärgerlich, wenn man extra früh aufsteht…) und wir fahren erstmal eine dreiviertel Stunde mit dem Minivan in ein Nachbardorf. Dabei sind noch die zwei weitere deutschen Mädels. Zusätzlich zum Guide kommt noch ein Träger aus dem Dorf mit, der anscheinend unser Lunch und etwas Wasser schleppt. Das soll dafür sorgen, dass ein Teil unseres bezahlten Geldes in den Dörfern ankommt. Wir folgen einem Trampelpfad aus dem Dorf heraus und begleiten eine Zeitlang eine Gruppe Frauen, die zum Feuerholz sammeln unterwegs ist. Unser Guide erklärt uns eine Menge Pflanzen und wie sie von den Einheimischen genutzt werden. Unser Fazit dazu, man braucht nur in den Dschungel gehen und hat dann alles, was man zum Überleben braucht, inkl. Baumaterial, welches man essen kann, z.B Bambus und Rattan.

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Höhepunkt unserer Wanderung bei wirklich stickigen, schwülwarmen Wetter ist dann nicht irgendein Berggipfel, sondern das im Dschungel zubereitete Mittagessen. Es gibt nicht nur den mitgebrachten Reis und anderes Gemüse, sondern unser Guide hat am Wegesrand fleißig Grünzeug eingesammelt. In einem Bambusrohr kochen wir über Lagerfeuer eine Suppe und hier kommen die frischen Zutaten zum Einsatz. Das Essbesteck (Löffel) muss sich jeder aus Bananenblättern selber basteln und was nicht mit dem Löffel zu essen geht: wozu gibt es Finger. Das Essen wird auf einem “Tisch” aus Bananenblättern angerichtet um den sich alle im Schneidersitz versammeln. Bevor wir mit dem Essen beginnen, wird noch etwas von dem Reis in allen vier Himmelsrichtungen in den Dschungel geworfen. Dieses macht man, um den “Spirit” zu befriedigen. Sollte der Spirit noch nicht genug bekommen haben, gibt es nachher noch die Reste hinterher. Naja, die Natur wird es schon regeln, alles Bio.

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Für eine Siesta war leider keine Zeit und so ging es nach dem Mittag weiter mit dem Wandern und wir kehrten am frühen Nachmittag zurück zur Hauptstraße, wo uns dann der Minivan verschwitzt wieder einsammelte. Um hierher zu kommen musste jeder aber noch eine Mutprobe bestehen und über diese wackelige Bambusbrücke “klettern”.

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Mehr Zeit haben wir nicht in Luang Nam Tha eingeplant und so organisierten wir für den darauffolgenden Tag noch die Weiterfahrt nach Luang Prabang. Nach den Erfahrungen vom Vortag mit dem lokalen Bus entschieden wir uns einstimmig für den Minivan, der uns etwas schneller zum Ziel bringen soll. Fortsetzung folgt….



Chiang Mai und Besuch aus Deutschland

26 01 2014

Thomas hatte noch nicht genug von Höhlen und so machte er sich am Abreisetag aus der Cave Lodge morgens zu Fuß auf, die in nur ca. 1000 m Entfernung liegende Tham Lod Cave zu besichtigen. Sie ist 1,6 km lang und wird vom Nam Lang durchflossen;  zur Haupthöhle gehören drei Nebenhöhlen. Um die Höhle zu besichtigen, fährt man dort mit einem Bambusfloss durch. Die Höhle war deutlich größer als die, die wir am Vortag gesehen haben. Zu sehen gab es große Fische, Schwalben, Fledermäuse, die unter der Höhlendecke hingen, Stalagmiten und Stalaktiten sowie große Stalagnaten, die wie Säulen die Höhlendecke in 40 m zu stützen schienen. Thomas war begeistert. Ich zog es vor, einmal auszuschlafen und die restliche Zeit bis zur Abfahrt in der Hängematte zu verbringen.

P1060148 (800x600)Der Transport zurück nach Chiang Mai war ähnlich spannend wie die Hinfahrt: zuerst die Fahrt zum nächsten Dorf, wo der Minivan abfuhr, per Motorroller. Das ganze muss man sich im Übrigen so vorstellen: erst der Moped-Fahrer, dahinter quer der große Backpack, dann jeweils wir als Sozius dahinter mit unseren Tagesrucksäcken auf dem Rücken. Dann 4,5 Stunden Serpentinen mit dem vollbesetzten Minivan und zum Schluss eine rasante Fahrt im TukTuk  zum Guesthouse, wo diesmal alles mit der Reservierung in Ordnung war.

Es war inzwischen früher Abend und so langsam machten wir uns Sorgen, denn heute wollte Kirsten zu uns stoßen, die sich spontan zu einem Thailand-Urlaub entschlossen hatte und uns  besuchen wollte. Der Flieger aus Bangkok hätte längst da sein müssen und so warteten wir unruhig in unserem Hostel. Endlich kam sie dann aber an und die Wiedersehensfreude war groß. Von der vielen Fahrerei und Fliegerei waren wir jedoch alle drei K.o., so dass wir uns nur noch kurz zum Essen aufmachten und unseren Sparziergang durch Chiang Mai auf den nächsten Tag verschoben.

Am nächsten Morgen, alle frisch und munter, ging es zunächst an die Reiseplanung für die nächsten Tage. Wir wollen gemeinsam durch Laos reisen, dafür mussten Route und Transport organisiert werden. Im Anschluss machten wir uns auf, Chiang Mai zu erkunden. Das touristische Zentrum von Chiang Mai ist die Altstadt, umgeben von ihrem Stadtgraben. Hier reihen sich Cafes, Hotels und Reiseagenturen aneinander. Dazwischen hin und wieder ein Tempel. Chiang Mai soll sich als Ausgangspunkt für Trekking, Kayaking etc. und einen Besuch bei den Bergstämmen lohnen, ansonsten fanden wir es aber nicht sonderlich spektakulär.

Wir besichtigten mal wieder einen Tempel, den Wat Phra Singh, welcher als DER Tempel unter den Tempeln von Chiang Mai angepriesen wird. Die Tempelanlage war wirklich schön angelegt und kleine Marktstände säumten den Pfad entlang des Hauptgebäudes, denn wo es nett ist, sind ja auch viele Touristen.

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Für eine kleine Spende bedanken sich diese kleinen Mönchen artig..

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Danach ging es zur nächsten buddhistischen Tempelanlage, dem Wat  Chedi Luang, welche wir nur zufällig entdeckten als wir den Sunday Walking Market entlang liefen, der so langsam zum Leben erweckte. Der Wat Chedi Luang ist ein riesiger Tempel aus dem 15. Jahrhundert, der wahrscheinlich durch ein Erdbeben oder durch Kanonenkugeln zerstört worden ist, so dass heutzutage nur noch dessen Ruinen zu besichtigen sind. Um den Tempel herum findet man wiederum kleine Tempel, in der täuschend echte Mönche aus Wachs in Glaskästen sitzen. Wir mussten wirklich überlegen, ob diese nicht doch echt sein können.

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Außerdem sind auf dem Platz noch die chinesischen Tierkreiszeichen aufgereiht. Diese sind unter anderem Ratte, Ochse Tiger, Hase, etc.. Wir erwischten mit unserem Geburtstagen beide den ….

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Kommentare an dieser Stelle sind überflüssig…. Insgesamt war diese Anlage deutlich spektakulärer als die Erste.

 

P1060168 (800x600)P1060161Danach ging es zurück auf den Markt, wo wir uns mit mit den immer größer werdenden Touristenscharen an den vielen bunten Marktständen vorbei treiben ließen. Hier konnte man neben Schmuck, Klamotten, Lampen, Tücher, Taschen auch viele Dinge kaufen, die man eigentlich nicht braucht. Auch wir konnten nicht ganz widerstehen und haben einige Mitbringsel geshoppt. Um 18h kam dann per Lautsprecher für die ganze Straße die Durchsage, die wir schon vom Bangkoker Hauptbahnhof kannten. Please stand up, es war Zeit für die Nationalhymne.
Den weiteren Abend verbrachten wir ebenfalls damit, über den Markt zu laufen, aber unser Ziel war der Night Bazar, der außerhalb der Altstadt lag und daher einen kurzen Fußmarsch erforderte. Leider mussten wir feststellen, dass dieser geschlossen war, wahrscheinlich weil alle beim Sunday Walking Market waren… Also drehten wir wieder um, zurück zu dem inzwischen übervollen Markt, probierten dann noch den ein oder anderen Essenstand aus und als Belohnung für die geschundenen Füße gab es für Kirsten und Thomas noch eine Fußmassage, ich gönnte mir eine für die Schultern.

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Zugfahrt nach Chiang Mai und auf nach Soppong

24 01 2014

Es ist Mittwoch morgen, 7:20 Uhr und wir wollen zum Bahnhof. Die Taxifahrer in der noch leeren Ram Buttri sind schon gut drauf und wollen glatt das dreifache dessen, was eine Fahrt zum Bahnhof kosten soll. Wir laufen ein Stück und machen schließlich 150 statt der angedachten 100 BAHT locker. Die Taxifahrt geht aufgrund der Rush Hour nicht so zügig voran, aber wir schaffen es rechtzeitig zum Bahnhof, so dass auch wir um 8.00 Uhr der thailändischen Nationalhymne beiwohnen dürfen, die zwei Mal täglich in allen öffentlichen Plätzen wie z.B. Bahnhöfen erklingt. Bitte von den Plätzen erheben.

CIMG0318 (768x1024)Der Zug, aus drei Wagons (kein Wunder, dass es gestern kaum noch Plätze gab) verlässt pünktlich den Bahnhof. Recht schnell stellt sich auch raus, dass Expresszug in Thailand nicht wirklich Express heißt, sondern es wird nur nicht an jeder Milchkanne gehalten. Wir zuckeln also gemütlich durchs thailändische Flachland. Viel Landwirtschaft, alles ziemlich sumpfig und flach, ab und zu ein paar Felsen und Tempel. Die 2. Klasse scheint klimatisiert zu sein, denn so langsam wird es richtig kalt. Da hilft es nur, sich warm einzupacken.

P1060013 (1024x768)Verpflegung gibt es auch und eine der Hauptbeschäftigungen des Personals ist es, den Gang regelmäßig auszufegen. Die zwölf Stunden Zugfahrt sind lang, aber alles im allem betrachtet besser als Bus fahren. Mit nur einer halbstündigen Verspätung treffen wir schließlich in Chiang Mai ein. Thank you for travelling with thailändische Bahn.

 

Mit dem Sammeltaxi geht es dann, zu wahrscheinlich überhöhten Touristenpreisen, in die Altstadt von Chiang Mai, wo unser Hostel sein soll. Wir werden tatsächlich an richtiger Stelle abgesetzt, müssen dann aber erfahren, dass eine Reservation Confirmation anscheinend nicht das ist, wofür man es halten kann… denn für uns gibt es kein Zimmer mehr! Nach etwas Beharrlichkeit unsererseits ist dann plötzlich doch ein Zimmer da, so dass wir uns abends um 22h nicht mehr um einen anderen Schlafplatz kümmern müssen.

Allerdings bringt es unsere Reisepläne durcheinander, da wir eigentlich die nächsten Tage in Chiang Mai bleiben wollten. Mangels Unterkunft entscheiden wir uns dann am nächsten Morgen für einen spontanen zweitägigen Ausflug nach Soppong, wo es zahlreiche Höhlen zu erkunden geben soll. Auf geht es also zum Busbahnhof, Ticket gekauft und nach etwas Wartezeit geht es dann im Minivan in nordwestliche Richtung. Der Weg besteht hauptsächlich aus Serpentinen, entsprechend froh ist dann zumindest eine von uns, nach ca. 4,5 Stunden Fahrtzeit das Ziel erreicht zu haben. Soppong selbst ist ein kleines Nest, unser Guesthouse nochmal ca. 9 km entfernt. Die einzige Taximöglichkeit ist das Motorrollertaxi. Aber die thailändischen Fahrer sind logistische Meisterleistungen mit ihren Mopeds gewohnt und so ist es natürlich auch kein Problem, uns samt diversem Reisegepäck auf zwei Motorollern zur “Cave Lodge” zu transportieren.

Die Cave Lodge entpuppt sich als super Wahl, denn in dem gemütlichen offenen Aufenthaltsraum mit Feuerstelle und Hängematten lässt es sich bestimmt einige Tage aushalten. Außerdem tummeln sich hier bereits viele andere Traveller, mit denen wir schnell ins Gespräch kommen.  In diesem entfernten Winkel Thailands holt dann ein amerikanisches Mädel ihre Spielkarten hervor und wir vertreiben uns die Zeit mit Kartenspielen. An dieser Stelle viele Grüße an die Kollegen!

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Wer hätte gedacht, dass es in Thailand so kalt werden kann! Wir frieren gewaltig, denn nachts sinken die Temperaturen doch tatsächlich auf 10° C und das ist in Bambushütten verdammt kalt.

Am nächsten Tag starten wir unsere Höhlenforschung. Zusammen mit Manda aus Chicago und dem einheimischen Guide erkunden wir drei Höhlen in der Umgebung, dazwischen wird durch die Felder und Wälder gewandert, bergauf, bergab. Die erste Höhle ist die Fossil Cave und wie der Name schon sagt, finden wir hier auf der 700 m langen Strecke neben den Stalagmiten 200 Mio Jahre alte Muschelfossilien. Weiter geht es zur Waterfall Cave, wo wir 400 m tief in die Höhle kriechen. Da wir aufgrund der engen Hohlräume tatsächlich die meiste Zeit auf allen Vieren kriechen und unser Weg ein unterirdischer Bach ist, sind wir danach entsprechend nass. Aber Spaß hat´s gemacht! Nach einem kurzen Zwischenstopp zum Lunch erreichen wir zum Schluss Höhle Nummer 3, die Xmas Cave. Dieses ist die größte Höhle, die wir heute erkunden. Im Inneren sehen wir zahlreiche beeindruckende Stalagmiten und Stalaktiten. Für uns die schönste Höhle des heutigen Tages.

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Back in Bangkok und auf nach ?

21 01 2014

Noch wissen wir nicht, wo es für uns als nächstes eigentlich hingehen soll. Reisen wir einfach entlang unserer Route oder lassen wir uns von den Erzählungen Anderer beeinflussen. Unseren Stop in Bangkok nutzen wir erst einmal, um das Visum für Myanmar zu beantragen. So können wir vielleicht später etwas Zeit sparen. Nach dem Aufstehen wird noch schnell das Hostel gewechselt, denn nebenan im Wild Orchid, ist es a) belebter und netter im Cafe zu sitzen und b) für ein wenig mehr Geld, das Zimmer größer und richtig schick eingerichtet. Danach heißt es für uns: selbst ist der erfahrene Traveller und somit verzichten wir darauf, den Service irgendeiner Travel Agency in Anspruch zu nehmen und machen uns auf den Weg zur Botschaft. Diese ist hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Erst mit dem Wassertaxi den Chao Phraya River runter geschippert und dann noch zwei Stationen mit dem BTS- Skytrain gefahren, schon hat man die Strecke von der Ram Buttri bis zur Botschaft zurück gelegt. Unsere Befürchtung, in die aktuellen Proteste zu gelangen, bestätigt sich nicht, alles ganz normal hier.

Trotz des frühen Aufstehens sind wir erst kurz nach 11 Uhr an der Botschaft und es ist richtig, richtig voll. Myanmar scheint sich in den letzten Jahren zu einem sehr beliebten Ziel entwickelt zu haben. Es ist also Beeilung angesagt: Anträge ausfüllen, Passfoto einkleben, Reisepasskopie hinzufügen und in der Warteschlange einreihen. Aber wir schaffen es, unseren Antrag abzugeben, bevor die Botschaft um 12 Uhr schließt bzw. keine neuen Anträge mehr annimmt. Die Bearbeitungszeit ist davon abhängig, wie viel man bereit ist für sein Visum zu bezahlen. Wir bezahlen etwas mehr, können es aber am selben Nachmittag noch abholen. Da wir jetzt nicht einen Tag warten müssen, sind wir in unserer weiteren Planung etwas freier. Für Leute mit Zeit gibt es auch ein Visum zum Schnäppchenpreis, dass am übernächsten Tag fertig ist.

Als nächstes wollen wir uns um Bahnfahrkarten kümmern und da wir Zeit haben, laufen wir das Stück bis zu Bangkoks Hauptbahnhof Hua Lumphong . Da es inzwischen Mittagszeit ist und wir ohne Frühstück in den Tag gestartet sind, knurrt uns aber erstmal der Magen. Gar kein Problem. Auch wenn wir uns in einem Geschäftsviertel befinden, nur wenige Schritte von der myanmarischen Botschaft entfernt, säumen zahlreiche Straßenstände die kleine Nebenstraße, schließlich haben auch thailändische Büroangestellte mittags Hunger. Schnell gibt es noch Schmalzgebäck auf die Hand und dann erweckt einer dieser Straßenstände unsere Aufmerksamkeit, da er eine kleine Auswahl unterschiedlicher Gerichte hat und einen ganz guten Eindruck macht. Auf die umstehenden Thailänder machen wir wohl einen fragenden Eindruck, so dass uns sofort in perfektem Englisch erklärt wird, dass man zu den einzelnen Fleischgerichten eine von den unterschiedlichen Gemüsebeilagen wählen kann und es Reis dazu gibt. Die Verständigung über den Preis klappt mit dem Standbesitzer ohne dolmetschen und so haben wir für 80 BAHT (1,76 €) unser Mittag erstanden. Lecker war das Essen natürlich auch… und scharf! Fazit: Essen bestellen an einem sonst nur von Thailänder besuchten Stand, gar kein Problem Smiley

Auf unserem weiteren Weg zum Bahnhof werden wir dann abgefangen und in ein vermeintlich behördliches Reisebüro gelotst, da es angeblich am Bahnhof keine Tickets gibt und dort die Proteste seien. Gut machen wir das, was der Lockvogel sagt, aber da wir den Reisebüromitarbeitern weder ein konkretes Ziel noch eine Abfahrtszeit nennen können, sind wir auch ganz schnell wieder auf der Straße. Den sind wir los geworden! Der nächste inoffizielle Ticketverkäufer wartet schon gegenüber des Bahnhofsportals und folgt uns bis vor den Eingang, während er unablässig auf uns einredet und irgendwelche Papiere zur angeblichen Legitimation rausholt. Aber ignorieren hilft dann letztendlich.

Am Informationsschalter lassen wir uns die Fahrpläne für die Nord- und Nordostroute geben, eine von diesen beiden Richtungen soll es werden. Schließlich entscheiden wir uns für Chiang Mai im Norden und die Weiterreise nach Laos. Im auserkorenen Zug am nächsten Abend ist dann weder ein Bett noch ein Sitzplatz frei und somit fällt die Wahl auf den Expresszug um 8:30 Uhr am nächsten Morgen. Also zwei Tickets, 2. Klasse nach Chiang Mai = 12 Stunden Zugfahrt.

Wir treten den Rückweg zur Botschaft an, diesmal aber mit Metro und BTS, denn die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen ist gar nicht so schwer und nicht teuer. Beim Wechseln der Linien sehen und hören wir dann doch noch etwas von den Demonstrationen. Die Straße ist inzwischen für den Verkehr gesperrt und es haben sich zahlreiche Essens- und Protestartikelstände aufgebaut. Über Lautsprecher werden Reden und Parolen verteilt, aber alles ist friedlich für den Moment. Es wirkt für uns eher wie ein großes Straßenfest. Aber wir machen uns trotzdem schnell aus dem Staub, denn grundsätzlich ist die Stimmung seit dem Shutdown von Bangkok angespannt und kann vielleicht jederzeit kippen. Vereinzelt kam es ja auch schon zu Explosionen mit Verletzten. Hintergrund ist im Übrigen, dass die Opposition die jetzige Regierung mit sofortiger Wirkung absetzen möchte, da sie ihr Korruption vorwirft. Auf für Februar angesetzte Neuwahlen soll nicht gewartet werden und mit dem Shutdown, also der Lahmlegung der Behörden und Regierung, soll der sofortige Rücktritt der Präsidentin erzwungen werden. Laut diversen Presseberichten ist jedoch der Oppositionsführer, der im Übrigen unerbittlich ist und Verhandlungen ablehnt, wohl auch kein Unschuldslamm.

Wir sind rechtzeitig zurück an der Botschaft und kurz vor Öffnung bildet sich dann auf dem Gehweg eine lange Schlange Wartender. Das Abholen der Visa dauert dann aber nur eine Viertelstunde. Wir machen uns auf den Rückweg ins Hostel, natürlich mit Wassertaxi. Abends genießen wir dann nochmal lecker thailändisches Essen in der Ram Buttri und schauen in unserem “Luxuszimmer” das erste Mal seit Wochen wieder Fernsehen. Was gibt das Programm her? Deutsche Welle und “Hart aber fair”. Also nicht spannend…